Comics

Spider-Man: Trailer zum Comic von J.J. Abrams

Bereits im Juni hat Marvel bekannt gegeben, dass der Regisseur J.J. Abrams und sein Sohn Henry zusammen eine Spider-Man-Comicserie schreiben werden. In einem Trailer kann man sich nun ein erstes Bild von der Geschichte machen.

Während es für Henry Abrams der erste Schritt als Autor sein dürfte, ist sein Vater J.J. Abrams durch die Serien Alias und Lost sowie zuletzt durch seine Regiearbeiten für Star Trek und Star Wars bereits einem breiten Publikum bekannt. Aber auch für ihn ist es das erste Mal, dass er das Medium wechselt und einen Comic schreibt.

Unterstützt werden die beiden von der Zeichnerin Sara Pichelli, die seit 2008 für Marvel an unterschiedlichen X-Men- und Avengers-Titeln arbeitete. Auch Spider-Man ist für Pichelli kein Unbekannter. Der endgültige Durchbruch gelang ihr, als sie 2011 zusammen mit dem Autor Brian Michael Bendis den ersten Auftritt von Miles Morales als Spider-Man zeichnete. Für die Kolorierung ist Dave Stewart (Hellboy) verantwortlich.

Im Mittelpunkt des neuen Spider-Man-Abenteuers steht wieder Peter Parker. Die fünfteilige Miniserie soll den neuen Superschurken Cadaverous ins Spider-Man-Universum einführen. Dieser soll noch fieser und Furcht einflößender sein als bekannte Gegner wie der Green Goblin, Carnage oder Venom. In den USA erscheint die Mini-Serie bereits diesen September.

SPIDER-MAN #1 by J.J. Abrams, Henry Abrams, Sara Pichelli | Trailer

Gratis Comic Tag 2019: Conan, Hilda und Lazarus für umsonst

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Gratis Comic Tag

Anlässlich des Gratis Comic Tags bieten die 18 teilnehmenden Verlage am 11. Mai wieder Comichefte für umsonst an. Die Bandbreite reich dabei von Leseproben über Kurzgeschichten bis zu kompletten Alben. Die Liste der teilnehmenden Händler ist hier zu finden. Man sollte aber nicht erwarten, dort alle gratis Titel zu bekommen, da die Abgabemenge meist auf wenige Comics pro Person beschränkt ist.

US-Autor Greg Rucka bietet mit seiner Serie Lazarus beim Gratis Comic Tag einen Blick in eine dystopische Science-Fiction-Welt. Natürlich dürfen auch Superhelden wie Spider-Man oder Batman nicht fehlen. Die üblichen Verdächtigen bekommen diesmal von deutschen und österreichischen Helden wie Trachten Man, Captain Berlin und den Austrian Superheroes Gesellschaft.

Dass man in Europa amerikanische Stoffe auch ohne Ironie umsetzen kann, zeigt die französische Adaption von Robert E. Howards Conan. Eine weitere französische Fantasywelt kann man in Das goldene Zeitalter von Roxanne Moreil und Cyril Pedrosa entdecken.

Selbst bei den Kindercomics sind mit Hilda und die Vogelparade und Creepy Past, der neuen Serie des Monster-Allergy-Teams, fantastische Titel zu finden. Das Album Es war einmal ... der Mensch, dürfte für einige erwachsende Comicfans eine Reise in die eigene TV-Vergangenheit sein.

Außer Jugendtiteln wie Voltron und Dragon Ball SD gibt es auch bei den Manga-Titeln die Fantasywerke Ragna Crimson, Black Torch oder Kamo: Pakt mit der Geisterwelt zu entdecken – und in Cells at Work können die Leser gemeinsam mit dem roten Blutkörperchen AE3803 Abenteuer im menschlichen Körper erleben.

Alle Comics im Überblick sind hier zu finden.

Black Hammer: Dark Horse kündigt Crossover mit der Justice League an

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Black Hammer

Verlagsübergreifende Crossover sind in den Comics keine Seltenheit. So arbeitete Batman schon mit Spawn, Hellboy oder den Teenage Mutant Ninja Turtles zusammen. Demnächst soll der dunkle Ritter zusammen mit seinen Justice-League-Kollegen der Farm von Golden Gail, Abraham Slam, Colonel Weird, Barbalien und Madame Dragonfly einen Besuch abstatten. Diese dort gestrandeten Superhelden Helden stammen aus der Black-Hammer-Serie von Autor Jeff-Lemire (Sweet Tooth, Descender) und Zeichner Dean Ormston (Northlanders).

Black Hammer erschien 2015 bei Dark Horse Comics und wurde seitdem schon zweimal mit einem Eisner Award ausgezeichnet. Nach einem schicksalhaften Gefecht gegen ihren Erzfeind finden sich die einstigen Beschützer von Spiral City in einem gottverlassenen Kaff mitten im Nirgendwo wieder. Schnell müssen die Superhelden erkennen, dass es aus der Kleinstadt für sie kein Entkommen gibt.

Neben den regulären Bänden der Reihe gibt es bereits mehrere Spin-Offs und demnächst auch ein Crossover mit dem Titel Black Hammer/Justice League: Hammer of Justice. Verantwortlich für das Zusammentreffen der unterschiedlichen Helden ist ein mysteriöser Mann der gleichzeitig auf der Black-Hammer-Farm und in Metropolis auftaucht. So gelangen schließlich Batman, Green Lantern, The Flash, Wonder Woman und Superman auf die abgelegene Farm.

An dem Crossover arbeitet Lemire zusammen mit dem Zeichner Michael Walsh (Spider-Man). Außerdem soll es Cover von Andrea Sorrentino (Gideon Falls), Dave Stewart (Hellboy), Yanick Paquette (Swamp Thing) und Yuko Shimizu geben.

Das Erste von insgesamt fünf Hammer-of-Justice-Heften erscheint am 10. Juli bei Dark Horse.

Marvel Neustart: Gratis-Comic zum Marvel-Tag 2019

Schon vor dem Gratis Comic Tag im Mai können Superheldenfans ein Heft für umsonst bekommen. Am Samstag den 26. Januar veranstaltet der Panini Verlag in Deutschland seinen Marvel-Tag und verteilt bei allen teilnehmenden Händlern ein Comicheft gratis. Im Mittelpunkt dabei steht diesmal der Marvel Neustart.

Generell haben Superheldengeschichten, die über Jahre und Jahrzehnte laufen, ein Problem - die Hauptfiguren altern und sterben nicht. Das ist zum einen gut, da sich viele Generationen an ihren Geschichten erfreuen können. Es führt aber auch dazu, dass die Handlungen von Traditionen, lieb gewonnen Figuren und Geschichten überfüllt sind und sich so nichts wirklich Neues erzählen lässt.

Um neuen Lesern den Einstieg zu erleichtern, hat Marvel in den letzten Jahren den Autoren viel Raum für frische Ideen eingeräumt. So wurde Thors Hammer von einer Frau geschwungen, Miles Morales hatte als alternativer Spider-Man sein Auftritt und statt Bruce Banner verwandelte sich zuletzt Amadeus Cho in den unglaublichen Hulk.

Nun sollen die klassischen Helden in leicht modernisierter Form zu ihren Ursprüngen zurückkehren. Aber auch die neuen Figuren sollen mit dem Neubeginn nicht spurlos aus dem Comicuniversum verschwinden.

Zum Marvel-Tag können die Fans die neu erscheinenden Serien mit Variantcovern erstehen. Dazu gibt es die streng limitierte Marvel-Neustart-Metallbox sowie ein speziell für den Tag aufgelegten Marvel-Gratis-Comic.

Eine Liste der teilnehmenden Händler finde man hier.

Gratis Comic Tag 2019: Titelauswahl bekannt

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Gratis Comic Tag

Am 11. Mai ist es wieder so weit: Teilnehmende Händler und Verlage verteilen am Gratis Comic Tags 2019 kostenlose Comichefte. In den USA gibt es den Free Comic Book Day bereits seit 17 Jahren. In Deutschland gab es erstmals 2010 gratis Comics für die Leser. Die diesjährige Titelauswahl wurde jetzt bekannt gegeben.

Auffallend beim Blick auf die Gratis Comics 2019 sind die vielen kleine Verlage, die mit einem oder gleich mehreren Titeln mitmachen. So bringt Kult Comics ein Doppelheft mit den Abenteuern des Kobolds Gabelfuß und dem Superhelden Kamäleon. Weitere schräge Superhelden gibt es von Plem Plem Productions (Trachten Man), Weissblech (Captain Berlin) und in Form der Austrian Superheores.

Die Kleinverlage Schreiber und Leser sowie Reprodukt sind mit gleich zwei Heften dabei. Wobei Letztere mit Hilda und die Vogelparade seit der Netflix-Serie einen bekannten Titel zur Auswahl bietet. Auch der Dantes Verlag hat mit dem Autor Warren Ellis einen großen Namen am Start.

Die großen bekannten Namen dürfen natürlich ebenfalls nicht fehlen: So bietet Panini je ein abgeschlossenes Spider-Man- und Batman-Abenteuer an. Donald Duck ist beim Gratis Comic Tag schon Stammgast ebenso wie Lucky Luke, der aber in den Hommage-Album Jolly Jumper antwortet nicht kaum wieder zuerkennen ist.

Außerdem gibt es noch verschiedenen Manga-Titel sowie extra Comics für Kinder. Alle Comics im Überblick sind hier zu finden.

Die Liste der teilnehmenden Händler wird Ende Februar bekannt gegeben. Man sollte aber nicht erwarten, dort alle gratis Titel zu bekommen. Aus Fairnessgründen ist die Abgabemenge meist auf wenige Comics pro Person beschränkt.

Retro-Kiste: Wer glaubt denn schon an Drachen? – Die Comicserie Bone

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Bone

Auf den ersten Blick scheinen die drei Bones nicht so recht in eine Fantasysaga voller Monster, Verschwörungen und mutiger Helden zu passen. Zu niedlich wirken die Figuren aus der Feder von Jeff Smith für ein großes episches Abenteuer.

Dennoch gehört die Serie Bone zu den großen Werken innerhalb des Genres ohne auf typische Vertreter der High Fantasy wie Zwerge oder Elfen, zurückzugreifen – nur Drachen bekommen ihren Auftritt, aber wer glaubt denn schon an Drachen?

Die Vettern Fone Bone, Smiley und Phoney haben sich in einer Wüste verirrt. Die drei weißen Wesen, deren Kopfform entfernt an Knochen erinnert, wurde aus Boneville verjagt. Es gibt verschiedene Versionen, warum sie ihrer Heimatstadt verlassen mussten, bei denen verdorbener Pflaumenkuchen, Giftmüll oder ein riesiger Werbeballon eine Rolle spielen. Klar ist nur, dass einer der raffgierigen Pläne von Phoney aufgeflogen ist.

Durch einen Heuschreckenschwarm werden die drei Bones getrennt. Auf der Flucht vor den Insekten gelangt Fone Bone in ein idyllisches Tal. Dort jagen ihn zwei Rattenmonster, denen er nur durch das Eingreifen eines geheimnisvollen roten Drachen entkommt.

Durch den Ratschlag der Wanze Ted trifft Bone auf Thorn, die mit ihrer Großmutter in einer abgelegenen Hütte im Wald lebt. Leider können die beiden Fone Bone und seinen Vettern auch nicht den Weg zurück nach Boneville weisen.

Die Hütte wird nachts von weiteren Rattenmonstern angegriffen, welche hinter den Bones her sind. In letzter Sekunde rettet sie wieder der rote Drache – den außer Bone auch Großmutter Buster zu kennen scheint. Aber ihre unheimlichen Feinde planen bereits ihren nächsten Angriff und Thorn plagen zudem seltsame Albträume, in denen der mysteriöse Herr der Heuschrecken zu ihr spricht.

„Wir gehören nicht hierher ... ich meine, sieh dir mal diese Leute an: Die glauben an Träume."
Fone Bone, Kapitel 38

Was zunächst als eine heitere Geschichte beginnt, wächst im Laufe der Handlung zu einem klassisch anmutenden Fantasyepos heran. Thorn und die Bones erfahren mehr über die Vergangenheit von Großmutter Buster und dem roten Drachen, müssen sich neuen Feinden, wie den undurchsichtigen Berglöwen Rock Ra, stellen und zuletzt in der alten Hauptstadt Atheia gegen innere und äußere Feinde kämpfen.

Bone fängt scheinbar mit einzelnen Cartoon-Episoden an. So funktionieren die ersten Begegnungen von Fone Bone mit dem roten Drachen, den Rattenmonster oder den Tieren im Wald als lustige kleine Einzelgeschichten, die nicht zwingend auf eine große Erzählung hinaus laufen müssten. Dabei arbeitet Smith stark mit Bildwitzen, wie zum Beispiel beim plötzlichen einsetzenden Wintereinbruch, als keine einzelnen Flocken vom Himmel rieseln, sondern gleich die geschlossene Schneedecke von oben herab fällt.

Nachdem sich die Vettern in Bumper Hill wieder getroffen haben, stehen zunächst noch Phoneys Pläne und das traditionelle Kuhrennen im Vordergrund, aber die vielen kleinen Andeutungen vom Anfang verdichten sich immer mehr zu einer Fantasysaga mit dunklen Bedrohungen und fiesen Monstern. Die lustigen Comic-Elemente verschwinden nie komplett aus der Serie. So ziehen sich die beiden dämlichen Rattenmonster, welche sich nie entscheiden können, ob sie aus ihren Opfern Gulasch oder Auflauf machen sollen, als Running Gag bis zum Schluss durch die Handlung.

„Sieh ihn dir an, er gäbe doch wirklich ein leckeres Gulasch ab!" „Und das kommt noch hinzu: Ich hab die Nase voll von Gulasch! ... Ich will ihn für einen Auflauf verwenden." „Für einen Auflauf! Das ist doch keine Ernährung für Ungeheuer!"
Die beiden dämlichen Rattenmonster, Kapitel 1

Fone Bone, Smiley und Phoney lassen den Betrachter nicht nur durch ihren niedlichen Zeichenstil an typische Disney-Figuren denken. Phoney erinnert mit seiner Goldgier und seinen skrupellosen Geschäftsidee stark an Onkel Dagobert.

Smiley hingegen ähnelt durch seine Größe und seine vordergründige Einfachheit Goofy. Aber die Figur ist auch das Herz der drei Vettern – mehr als einmal ist es scheinbar der so simple Smiley, der in den entscheidenden Momenten Fone Bone und Phoney Mut zu spricht und ihnen den Weg zu den richtigen Entscheidungen weist.

Fone Bone ist die klassische Heldenfigur, der sich aus Liebe zu Thorn ins Abenteuer stürzt. Dabei ist er nicht der große übermächtige Krieger, sondern eher ein Hobbit, der ins Abenteuer hinein stolpert und daran wächst.

Ihre Heimat Boneville scheint im Gegensatz zum Tal ein moderner Ort zu sein. So berichtet Fone Bone in seinen Erklärungen, warum man seinen Vetter Phoney fortgejagt hat, von Atomkraftwerken oder Giftmülldeponien. Allerdings wundern sich die Bones auch nie darüber, dass sie in einer mittelalterlichen Welt gestrandet sind.

Smiths Fantasywelt ist trotz all der dunklen Wesen ein recht idyllischer Ort. Der Beginn, als Fone Bone den Winter bei den Tieren im Wald verbringt, erinnert entfernt an den Hundert-Morgen-Wald in Pooh der Bär, nur mit üblen Rattenmonstern als Bedrohung im Hintergrund.

In seiner Serie verzichtet Smith auf übermäßige Gewaltdarstellungen, um ein realistisches Pseudomittelalter zu zeigen – auch wenn durchaus Blut fließt, Figuren der Arm abgeschlagen wird und nicht alle Helden bis zum Ende überleben. Neben dem europäischen Mittelalter stand auch der amerikanischen Siedlermythos Pate für das Tal und seine Bewohner. Dieses wird noch durch Auswahl der auftretenden Tiere (Oppusum und Puma) unterstützt.

„Was soll das heißen? Du glaubst an Rattenmonster, warum dann nicht an Drachen?"
Fone Bone, Kapitel 3

Jeff Smith ist nicht nur der Autor, sondern auch der Zeichner von Bone. Er versteht es sehr gut, mit wenigen Strichen Slapstickszenen sowie auch komplette Naturlandschaft darzustellen. Diese entwickeln auch oder gerade in der schwarz/weiß-Ausgabe eine komplette Fantasywelt im Kopf des Lesers zum Leben. Kritisch anmerken kann man, dass manchmal die Proportionen von einigen Figuren nicht zu stimmen scheinen, was aber insgesamt gesehen wenig stört.

Die Comicreihe startete im Jahr 1991 und fand 13 Jahre später ihr Ende. Smith veröffentlichte die Abenteuer der Bones in 55 einzelnen Heften im Eigenverlag sowie zwischenzeitlich bei Image Comics. 2004 veröffentlichte der amerikanischen Verlag Scholastic Press eine farbige Ausgabe der Serie. Auf Deutsch erschien Bone zunächst schwarz/weiß in 20 Bänden bei Carlsen. Eine kolorierte Ausgabe gibt es zurzeit bei Popcom Comics.

Neben der abgeschlossen Handlung rund um die Abenteuer von Fone Bone und Thorn gibt es noch zwei Sonderbände, welche die Abenteuer von Big Johnson Bone, dem Gründer von Boneville, sowie der Jugendzeit von Großmutter Buster erzählen. Außer Bone hat Smith noch die Steinzeitsaga Tuki und die Geschichte über Rasl, der in Paralleldimensionen auf Diebestour geht, geschrieben. Zudem arbeitete er für DC an Shazam!: The Monster Society of Evil mit.

Seit längerem ist eine Verfilmung von Bone geplant. Im November 2016 wurde bekannt, dass Mark Osborne (Kung Fu Panda) die Regie übernehmen soll. Bei der Adaption soll es sich voraussichtlich um einen Animationsfilm handeln, der in drei Teilen in die Kinos kommen soll.

Mit Bone hat Jeff Smith die Fantasy nicht neu erfunden. Durch die Mischung aus Cartoon und klassischem Epos auf der einen und einer Welt zwischen Moderne, Mittelalter und amerikanischen Siedlermythos auf der anderen, hat er dem Genre aber seinen eigenen Stempel aufgedrückt.

Das Comic zieht dem Leser sofort durch die liebevollen Figuren in seinen Bann. Auch nach mehrmaligem Lesen der kompletten Serie schlägt man den letzten Comicband ein wenig wehmütig zu, da man sich von all den lieb gewonnen Helden und Rattenmonstern verabschieden muss.

„Liest du uns aus Moby Dick vor? Ich will den Kleinen beibringen, wie man nach dem Essen ein Nickerchen macht." „He! Das ist Literatur und kein Schlafmittel!" „Du willst darüber diskutieren? Noch besser!"
Smiley und Fone Bone, Kapitel 28

zusätzlicher Bildnachweis: 
© Jeff Smith/Cartoon Books/Scholastic Press

Stranger Things: Trailer zur Comicadaption

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Stranger Things Comic

Der amerikanische Verlag Dark Horse ist eine Zusammenarbeit mit dem Streaming-Dienst Netflix eingegangen. Erstes Ergebnis dieser Kooperation ist eine auf vier Hefte ausgelegte Miniserie zu Stranger Things. Dabei soll aber nicht die Handlung der bisherigen Folgen in Comicform nacherzählt werden. Inhalt der Reihe ist Wills Reise ins Upside Down während der ersten Staffel, welche in der Netflix-Serie so nicht zu sehen war.

Auf der Seite des Hollywood Reporters ist ein erster Comic-Trailer zu dem gemeinsamen Projekt veröffentlicht worden. Eine Vorschau der ersten Seiten und die Cover der drei weiteren Hefte kann man bereits auf der Homepage des Verlages betrachten.

Geschrieben wird die Comicreihe von Jody Houser, die für Dark Horse auch die Serie StarCraft: Scavengers schreibt sowie für andere Verlage an den Comics Star Wars: Thrawn und Doctor Who: The Road to the Thirteenth Doctor mitarbeitet. Als Zeichner steht ihr Stefano Martino (Dragon Age: The Calling) zur Seite.

Die Produktion zur 3. Staffel von Stranger Things startete im April. Laut Produzent Shawn Levy wird es für die neuen Folgen einen Zeitsprung ins Jahr 1985 geben. Über die genaue Handlung und den Sendetermin ist bisher nichts bekannt.

Nach der Übernahme von Millarworld durch Netflix und der Veröffentlichung des Comics The Magic Order ist dies bereits die zweite Ausflug des Streaming-Dienstes in die Welt der gedruckten Comics.

Stranger Things Comic Trailer

Hellboy: Seit 25 Jahren kämpft Mike Mignolas Held gegen Monster, Vampire und Dämonen

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Hellboy

Am ersten August 1993 erschien das erste Hellboy-Comic. Es war noch kein reguläres Heft, sondern nur eine vier Seiten lange Kurzgeschichte, welche anlässlich der San Diego Comic-Con veröffentlicht wurde, um die kommende Miniserie zu bewerben. Der Held geht durch ein verlassenes Wüstendorf. Dort läuft ihm ein Hund über den Weg, der sich in ein Monster verwandelt. Nach kurzem Kampf wird die Bestie von Hellboy besiegt. Die Geschichte gab noch nicht viel von dem Preis, was die Serie in den folgenden Jahren ausmachen sollte.

Die erste Miniserie Seed of Destruction fährt dann ganz andere Geschütze auf. Hellboy stehen nun der Amphibienmensch Abe Sapien und die Pyromanin Liz Sherman zur Seite. Die Geschichte beinhaltet okkulte Nazi-Experimente sowie cthulhoide Froschmonster und besitzt mit dem wahnsinnigen Mönch Rasputin auch einen ersten bösen Widersacher.

Es folgen viele lange epische Abenteuer, die sich über mehrere Comichefte erstrecken. Allerdings kann Autor und Zeichner Mike Mignola auch immer wieder mit sehr kurzen Geschichten überzeugen, die wie das allererste Hellboy-Comic, mit wenigen Worten und den holzschnittartigen Zeichnungen eine ganz eigene und besondere Atmosphäre erschaffen.

Hellboy-Erfinder Mignola begann seine Karriere als Zeichner für unterschiedliche Marvel-Serien wie Daredevil,Power Man & Iron Fist oder Rocket Raccoon. 1987 wechselte er zu DC und arbeitete unter anderen an den Serien Batman und Starman mit – beide Helden kämpften später in den Crossover Batman/Hellboy/Starman auch Seite an Seite mit Hellboy.

Aufgefallen war Mignolas Zeichenstil bei DC vor allen durch seine Titelbilder und seine Mitwirkung an der Elseworld-Story Gotham by Gaslight, in der eine viktorianische Version von Batman gegen Jack the Ripper kämpft. Hier kristallisierte sich schon Mignolas späterer ganz eigener Zeichenstil heraus.

Auch wenn Mignola vor Hellboy an vielen Superhelden-Comics mitwirkte, ist seine eigene Schöpfung nicht bloß ein weiteres Abziehbild bekannter Helden. Mignola selbst beschrieb Hellboy einmal als den Klempner unter den Superhelden. Schon optisch unterscheidet sich der Held sehr von den klassischen Kollegen. Hellboy ist ein roter Teufel mit abgesägten Hörnern und einer steinernen rechten Hand, der vorzugsweise im Trenchcoat herumläuft.

Seine Herkunftsgeschichte wird in Seed of Destruction geschildert. Während eines fehlgeschlagenen Nazi-Experiments landet der beschworene Dämon nicht bei den Deutschen, sondern in der Ruine einer verfallenen Kirche bei einer Gruppe britischer und amerikanischer Forscher. Das Dämonenkind wird von Professor Trevor Bruttenholm aufgenommen und großgezogen.

Als erwachsener Dämon arbeitet Hellboy auf der Seite des Guten für das B.P.R.D. (Bureau for Paranormal Research and Defense – Behörde zur Untersuchung und Abwehr paranormaler Erscheinungen), dem auch Liz Sherman und Abe Sapien angehören. Dort tritt er gegen Vampire, Nazi-Mutanten, Feenwesen und Monster aus fremden Sphären an. Immer wieder wird Hellboy als Dämonenwesen in die Machtkämpfe zwischen der Menschenwelt und den verschiedenen übernatürlichen Fraktionen hineingezogen.

Hier erkennt man auch die Einflüsse und Vorbilder, die Mignola für seine Geschichten nutzt. Zu einem wären da irische sowie keltische Sagen und Märchen zu nennen. Diese kommen besonders in den kurzen Geschichten zu tragen, werden von ihm aber auch immer wieder in die großen Storyline eingewoben.

Andere Vorbilder wären die Horrorautoren des frühen 20. Jahrhunderts. Den größten Einfluss hat hierbei sicher H. P. Lovecraft. Seine monströsen Kreaturen tauchen nicht nur in Seed of Destruction auf. Auch in den B.P.R.D.-Zyklus Plague of Frogs und Hell on Earth spielen sie später eine sehr große Rolle. Dem Werk Robert E. Howard (Conan) entliehen ist die Figur des B.P.R.D.-Agents Howards, der durch die Berührung eines magischen Schwerts eine Verbindung zur seiner Steinzeit-Inkarnation aufbaut.

Von Algernon Blackwood und William Hope Hodgson ließ Mignola sich zu seinem viktorianischen Hexenjäger Sir Edward Grey inspirieren. Grey hatte seinen ersten Auftritt in der Hellboy-Serie und bekam später mit Witchfinder seine eigene Reihe. Auch Lobster Johnson, welcher den Pulp-Helden der 30er und 40er Jahre nachempfunden ist, bekam nach wichtigen Auftritten in der Hellboy- und der B.P.R.D.-Reihe seine eigene Serie.

Im Laufe der Jahre vergrößerte Mignola sein eigenes Comic-Universum immer weiter. Neue Figuren wie der Golem Roger, die Wissenschaftlerin Kate Corrigan, das Medium Johann Kraus oder der mysteriöse Captain Ben Daimio kamen hinzu. Nachdem Hellboy am Ende der Miniserie The Conqueror Worm den Dienst beim B.P.R.D. quittierte, splittete sich die Serie auf. Fortan gab es die fortlaufende Hellboy-Serie und die B.P.R.D.-Reihe. Es folgten kleinere Spin-Off-Serien über Abe Sapien oder die Entstehung des B.P.R.D.s in den späten vierziger Jahren.

Mignola schaffte es da schon nicht mehr, alle Bände alleine zu bearbeiten. Die abschließenden drei Hellboy-Bände zeichnet Duncan Fegredo (MPH). Ab der Geschichte Dark Waters übernahm Guy Davies (Als die Zombies die Welt auffraßen) die Serie B.P.R.D.. Weitere Zeichner, die an Mignolas-Seriekosmos mitwirkten, sind Richard Corben (DEN), Tyler Crook (Harrow County), Gabriel Ba (Umbrella Academy) und Fabio Moon (How to Talk to Girls at Parties).

In Deutschland brauchte die Serie mehrere Anläufe, bis sie erfolgreich lief. Nach zwei Versuchen hatte 2002 erst der Cross Cult Verlag mit der Reihe langfristig Erfolg. Was auch an der Verfilmung durch Guillermo del Toro liegt, welche den Bekanntheitsgrad der Serie gerade hierzulande enorm erweiterte.

2008 kam del Toros Fortsetzung Hellboy – Die goldene Armee in die Kinos. Dazwischen erschienen die beiden Zeichentrickfilme Hellboy – Schwert der Stürme und Hellboy – Blut und Eisen. Regisseur del Toro war es aber nicht vergönnt, seinen geplanten dritten Hellboy-Film zu verwirklichen. Dafür soll im Januar 2019 ein Reboot von Neil Marshall (The Descent) in die Kinos kommen. Am Drehbuch ist Mignola diesmal als Co-Autor beteiligt.

Aber nicht nur als Film wurden die Comics adaptiert. Zwischen 2008 und 2010 erschienen beim Label Lausch acht Hellboy-Hörspiele. Als Sprecher wurde Tilo Schmitz verpflichtet, der auch Ron Perlmans Film-Hellboy synchronisierte.

2011 stoppte Hellboy im Band The Storm and the Fury den heraufziehenden Weltuntergang. Er bezahlte seine Heldentat mit dem Leben und war seitdem nur noch in Rückblenden sowie in der Miniserie Hellboy in Hell zu sehen. Somit ist die ursprünglich Serie zu Ende. B.P.R.D. ist nun die am längstens laufende Reihe des Mignolaverse und umfasst mittlerweile mehr Hefte als die ursprüngliche Hellboy-Serie.

Momentan plant Mignola das Ende der B.P.R.D.-Reihe. Wie genau die Geschichte enden wird, ist selbst dem Autor und Zeichner noch nicht klar. Nur eins steht fest: Es wird nicht ohne Hellboy zu Ende gehen. In der aktuellen Serie B.P.R.D.: The Devil You Know ist der rote Dämon wieder zurück auf der Erde und arbeitet erneut mit seinen alten Teamkameraden zusammen.

zusätzlicher Bildnachweis: 
© Mike Mignola/Dark Horse, Universal/Dark Horse

Alien 3: Comic nach dem nie verfilmten Drehbuch von William Gibson

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William Gibson's Alien 3

Der dritte Teil der Alien-Reihe kam 1992 unter der Regie von David Fincher (Sieben) in die Kinos. Am Drehbuch waren unter anderen Dan O'Bannon, Ronald Shusett, Vincent Ward, David Giler, Walter Hill und Larry Ferguson beteiligt. Die Anzahl der Autoren zeigt, dass es vom ersten Entwurf bis zum fertigen Skript ein langer Weg war. Nicht aufgeführt wurde der Schriftsteller William Gibson (Neuromancer), den 20th Century Fox Ende der 80er Jahre zuerst mit einem Drehbuch für die Fortsetzung von Aliens beauftragte.

Doch die Geschichte vom Gibson war dem Filmstudio zu politisch und man entschied sich, weitere Autoren mit Entwürfen zu beauftragen. Das Ergebnis war Finchers Alien 3. Wie die Version von Gibson ausgesehen hätte, kann man 26 Jahre später in einer neuen Alien-Comicreihe erkunden, die auf dem nie verfilmten Drehbuch von William Gibson basiert.

Die Comicserie beginnt nach den tödlichen Ereignissen, welche die Zuschauer in Aliens zu sehen bekamen. Die Union of Progressive Peoples kapert das Raumschiff mit den im Tiefschlaf befindlichen Körpern von Ripley, Hicks, Newt und Bishop. Natürlich entdecken sie einen weiteren blinden Passagier – ein Xenomorph. Die Entdeckung löst ein Wettkampf zwischen verschiedenen Regierungen um das Alien aus.

In den USA erscheint das erste Heft von William Gibson's Alien 3 am 7. November. Zunächst ist eine fünfteilige Miniserie geplant. Die Zeichnungen stammen von Johnnie Christmas (Angel Catbird, Firebug).

The Magic Order: Trailer zu Mark Millars neuem Comic

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The Magic Order

Netflix hat einen ersten Trailer zu Mark Millars The Magic Order veröffentlicht. Im August letzten Jahres hatte der Streaming-Anbieter das Comiclabel Millarworld gekauft. The Magic Order ist jetzt aber kein neues Film- oder Serienprojekt, sondern ein gewöhnliches Comic.

Die Geschichte dreht sich um verschiedene Zauberer, welche im Geheimen wirken und die Erde vor übernatürlichen Gefahren bewahren. Doch während die fünf Zaubererfamilien die Welt beschützen, wird einer ihrer Mitglieder getötet. Der Autor beschreibt die Geschichte als Mischung aus Harry Potter und The Sopranos.

Die Zeichnungen stammen von dem Franzosen Olivier Coipiel, der für Marvel bereits an X-Men- und Thor-Comics arbeitete. Von The Magic Order sollen zunächst sechs Heftausgaben erscheinen.

Autor Mark Millar schrieb für Marvel Wolverine: Old Man Logan und für DC Superman Red Son. Außerdem verfasste er die Comicvorlagen für die Kinofilme Kingsman: The Secret Service, Wanted und Kick Ass. Die Verfilmungen von Starlight ist vor dem Netflix-Deal bereits bei 20th Century Fox in Planung.

Noch ist unklar, ob und wann Netflix The Magic Order verfilmen wird. Der Streaming Anbieter könnte zuvor auch auf die Comics Jupiter's Legacy, Super Crooks, Chrononauts oder Reborn zurückgreifen, an denen sie als Besizer von Millarworld nun die Rechte haben.

The Magic Order | Trailer [HD] | Netflix

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