Star Wars

Star Wars: Rian Johnson stellte Lucasfilm seine neue Trilogie ohne konkrete Story vor

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Die Zusammenarbeit zwischen Rian Johnson und Lucasfilm für Star Wars: Die letzten Jedi wurde in der Vergangenheit von beiden Seiten mehrfach als sehr harmonisch beschrieben. Letztendlich haben sich der Regisseur und die Produzenten rund um Kathleen Kennedy Bob Iger, Alan Horn und Alan Berg sogar so gut verstanden, dass Lucasfilm Johnson mit der Entwicklung einer neuen Trilogie beauftragte.

In einem Interview mit Cinemablend erzählte Rian Johnson nun, dass die Verantwortlichen von Lucasfilm anscheinend so stark an einer weiteren Zusammenarbeit interessiert waren, dass sie den Vorschlag des Regisseurs akzeptierten, ohne dass dieser eine tatsächliche Geschichte vorschlug.

Als man sich über die Zukunft unterhielt, erklärte Johnson, dass es für ihn eine neue Trilogie mit neuen Charakteren, neuen Orten und einer ganz neuen Geschichte ohne Einschränkungen am interessantesten wäre. Dies war Lucasfilm anscheinend genug. Entsprechend gibt es aktuell noch keine großen Informationen zum Inhalt, da Johnson tatsächlich erst mit der Entwicklung der Geschichte begonnen hat.

Bevor die neue Trilogie des Regisseurs aktuell wird, startet aber erst einmal dessen erster Star-Wars-Film in den Kinos. Star Wars: Die letzten Jedi läuft heute an. Unsere Kritik zum Film gibt es hier.

Star Wars: Drehstart für Kenobi-Film vermutlich Anfang 2019

So richtig fest steht offiziell eigentlich nur, dass es einen Anthologie-Film über Obi-Wan Kenobi geben wird. Angelehnt an den in fortgeschrittener Produktion befindlichen Solo: A Star Wars Story kursiert das Filmprojekt auch als Kenobi: A Star Wars Story.

Nun soll es zumindest etwas handfester werden und die Meldungen zu einem Drehstart im Januar 2019 in den Pinewood Studios UK verdichten sich.

Lucasfilm-Chefin Kathleen Kennedy sprach von einem Zehnjahresplan für die Zeit nach Episode IX. So gibt es auch in Zukunft weiter reichlich neuen Stoff für Star-Wars-Fans. Episode VIII läuft gerade im Kino an, im Sommer folgt Solo: A Star Wars Story und im Winter 2019 schließt Episode IX die aktuelle Trilogie ab. Eine ganz neue Trilogie von Regisseur Rian Johnson ist bereits angekündigt und auch weiteren Anthologie-Filmen steht nicht viel im Weg.

Gerüchten nach soll Stephen Daldry (Billy Elliot) an der Entwicklung des Kenobi-Films mitarbeiten und auch die Regie übernehmen. Dies wurde jedoch bislang ebenso wenig bestätigt wie die mögliche Rückkehr von Ewan McGregor, der in der Prequel-Trilogie als junger Obi-Wan zu sehen war. McGregor ist nach eigenen Äußerungen einer Rückkehr nicht abgeneigt.
 

Star Wars: Battlefront 2: Neuer Trailer zeigt Inhalte zu Die letzten Jedi

Kurz vor dem Kinostart von Star Wars: Die letzten Jedi wird das kürzlich veröffentlichte Star Wars: Battlefront 2 mit kostenlosen Inhalten rund um den Film erweitert. Der erste von mehreren Gratis-DLCs erscheint am 13. Dezember. Was die Spieler davon erwarten können, wurde jetzt in einem Trailer angedeutet.

So wird der Shooter durch die beiden neuen Maps "Crait", die in Galactic Assault spielbar ist, und "D’Qa"r für Starfighter Assault erweitert. Dazu kommen neue Vehikel sowie die beiden Helden Finn und Captain Phasma. Der Singleplayer-Modus wird durch die Episode "Resurrection" weitergeführt, die viele Jahre nach dem Ende der Kampagne des Hauptspiels stattfindet. Die neue Story soll die Geschichte des Spiels mit der von Die letzten Jedi verknüpfen.

Derzeit findet zudem ein Event statt, bei dem die Spieler entweder für den Widerstand oder für die Erste Ordnung kämpfen können. Im Multiplayer-Modus lassen sich daraufhin wöchentliche Herausforderungen abschließen und Punkte für die eigene Seite verdienen.

Der nächste Film der Star-Wars-Saga, Die letzten Jedi, startet am 14. Dezember in den deutschen Kinos.

Star Wars Battlefront 2 The Last Jedi Season

Star Wars: Neue Trilogie wird nicht The Old Republic behandeln

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Kürzlich wurde bekannt, dass Rian Johnson, der bereits die Regie bei dem kommenden Star Wars: Die letzten Jedi übernahm, nach Episode IX eine neue Trilogie entwickeln soll. Diese wird jedoch keine Fortsetzung der Geschichten rund um Rey, Finn und Poe Dameron, sondern eine ganz neue Geschichte erzählen. Ein sehnlicher Wunsch der Fans schlug der Regisseur nun aus, denn wie er angab, sollen die neuen Filme nicht The Old Republic thematisieren.

"Oh, die Fans lieben Knights of the Old Republic. Ich habe das Spiel gespielt, als es erschienen ist, und habe es sofort geliebt. Es ist ein fantastisches Spiel. Ich kann verstehen, dass man sich aus Instinkt sofort etwas sucht, das man kennt und bereits gesehen hat. Für mich besteht der Spaß jedoch darin, etwas völlig Neues zu sehen und neue Geschichten zu erzählen."

Star Wars: Knights of the Old Republic ist ungefähr 4.000 Jahre vor der Handlung von Star Wars: Eine neue Hoffnung angesiedelt und wurde im Jahr 2003 veröffentlicht. 2005 folgte Star Wars: Knights of the Old Republic II: The Sith Lords, welches rund fünf Jahre nach dem Erstling spielt. Das MMORPG Star Wars: The Old Republic spielt in derselben Ära und wird von den Entwicklern als geistiger Nachfolger der beiden Singeplayer-Spiele angesehen.

Star Wars ohne Limit: Was Rian Johnson an der neuen Trilogie so begeistert

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Man muss schon ein wenig aufpassen, um aktuell noch den Überblick zu behalten. Mit Episode VIII kurz vor dem Kinostart, Solo: A Star Wars Story im Sommer 2019 vor der Brust und Episode IX direkt danach im Winter 2019 gibt es eigentlich bereits genug Futter für die Fans.

Doch plant man bekanntermaßen zusätzlich bereits eine ganz neue Trilogie, bei der Regisseur Rian Johnson, der Star Wars: Die letzten Jedi umgesetzt hat, sich die Story ausdenken und mindestens beim ersten Teil Regie führen soll.

Johnson ging nun näher auf die Faszination ein, die diese Chance für ihn birgt und sprach darüber, dass man nun absichtlich eine Situation erschaffen hat, bei der man nicht an bekannte Geschehnisse und Figuren gebunden ist.

"Wir kamen langsam ans Ende (der Produktion zu Episode VIII) und Kathy Kennedy, Bob Iger, Alan Horn, Alan Berkman und alle Leute bei Disney waren einfach traurig, dass es vorbei war. Wir überlegten uns, wie wir weiter zusammenarbeiten könnten. An dieser Stelle brachte ich die Idee einer neuen Trilogie mit einer neuen Story ein. Für mich schien das sehr spannend zu sein. Aktuell besitze ich alle Freiheiten dieser Welt. Wir können an neue Orte gehen, neue Figuren treffen und schauen, was noch dort draußen ist. Lasst uns eine Geschichte über drei Filme erzählen, die in einer Galaxie ohne Limits spielt. Das ist sehr aufregend!"

Zudem wurde Johnson gefragt, ob er eventuell sogar bei allen drei Filmen Regie führen könnte. Dazu äußerte er sich jedoch verständlicherweise eher vorsichtig.

"Aufrichtigerweise muss ich sagen, dass ich nicht weiß, ob ich bei allen drei (Filmen) Regie führen werde. Ich werde definitiv mit der Rahmenstory aufwarten, doch weiß ich nur sicher, dass ich den ersten Film schreiben werde und dort auch Regie führe. (...) Was danach kommt, werden wir sehen."

Star Wars: Die letzten Jedi kommt am 14. Dezember in die deutschen Kinos.

STAR WARS: THE LAST JEDI Official Trailer 2

Star Wars: Episode IX könnte die Skywalker-Saga beenden

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Mit Star Wars: Die letzten Jedi steht der zweite Teil der insgesamt dritten Star-Wars-Trilogie aktuell in den Startlöchern. Auch Episode IX ist sich schon in der Vorbereitung und wird im kommenden Jahr vor die Kamera gehen. Entsprechend beginnen sich viele Fans langsam zu fragen, wie es nach dem Abschluss der Trilogie weitergeht. Immer mehr spricht dafür, dass die Skywalker-Saga wohl zunächst zu einem Ende kommt.

So äußerte sich Regisseur J.J. Abrams in einem Interview mit dem Rolling Stone zu dem Thema und erklärte, dass Episode IX für ihn den Abschluss der Reihe darstellt. Allerdings können sich Dinge auch wieder verändern und man nie weiß, was die Zukunft bringt.

Auch Rey-Darstellerin Daisy Ridley scheint das Ende ihres Engagements mit dem Abschluss von Episode IX zu verbinden. Im gleichen Artikel erklärte Ridley, dass sie Rey nach dem dritten Film wohl nicht mehr spielen wird.

"Ich wusste nicht wirklich, was ich damals unterschrieb. Ich hatte kein Skript gelesen und das einzige, was ich sagen konnte, war, dass sehr nette Leute an dem Projekt arbeiteten. Also sagte ich: Super!. Nun glaube ich, dass ich noch viel mehr Glück hatte, als ich damals annahm. Ich bin ein Teil von etwas, das sich anfühlt, als würde es nun nach Hause kommen. Ich bin sehr gespannt darauf, den dritten Film zu machen und alles abzurunden. Am Ende sind es drei Filme, für die ich unterschrieben habe. So in meinem Kopf sind es genau diese drei Filme. Ich glaube, dies ist der richtige Zeitpunkt, um es abzurunden."

Sollte Episode IX das Ende der Skywalker-Saga bringen, bedeutet dies aber nicht, dass die Fans in den kommenden Jahren ohne neue Filme auskommen müssen. So ist bereits bekannt, dass Rian Johnson, Regisseur von Die letzten Jedi, an einer weiteren Trilogie arbeitet, die jedoch eine neue Ecke der Galaxie erkundet.

Bevor es soweit ist, startet zunächst aber Star Wars: Die letzten Jedi in den Kinos. Los geht es ab dem 14. Dezember.

Star Wars: Die letzten Jedi - Snoke wird von Schmerz und Gier getrieben

In einem Interview mit Entertainment Weekly kam Andy Serkis kürzlich auf den von ihm dargestellten Supreme Leader Snoke zu sprechen, den die Zuschauer im kommenden Star Wars: Die letzten Jedi erstmals in seiner wahren Gestalt sehen werden. Dieser soll um die 2,70 Meter groß und von Narben gezeichnet sein.

"Die Sache mit Snoke ist, dass er extrem stark in der Macht ist, der dunklen Seite der Macht. Er ist natürlich unglaublich mächtig. Aber er ist auch ein sehr verletzlicher und verwundeter Charakter. Er musste leiden und er hat Verletzungen erlitten. Die Art und Weise seiner Bosheit ist eine Reaktion darauf. Sein Hass auf den Widerstand wird durch das angetrieben, was ihm persönlich passiert ist."

In Die letzten Jedi wird Snoke sehr unzufrieden sein, ein Umstand, den besonders sein Schützling Kylo Ren zu spüren bekommt.

"Das Training von Kylo Ren liefert nicht das, was er will. Dies verstärkt seinen Zorn gegenüber Kylo Ren, da er die Schwäche anderer nicht ertragen kann. Ein Teil seiner Manipulation besteht darin, ihn gegen Hux anzustacheln und die beiden gegeneinander auszuspielen."

Trotzdem wird in den Filmen nicht alles über Snoke verraten werden. Wie Autor und Regisseur Rian Johnson erklärte, soll der Supreme Leader in den neuen Filmen eine ähnlich Rolle spielen, wie etwa der Imperator in der ursprünglichen Trilogie.

"Ähnlich wie bei Reys Abstammung ist Snoke hier, um eine Funktion in der Geschichte zu erfüllen. Und eine Geschichte ist keine Wikipedia-Seite. In der originalen Trilogie wussten wir nichts über den Imperator, außer das, was wir wissen mussten. Das war, was Lukas über ihn wusste, nämlich dass er der böse Kerl hinter Vader ist. In den Sequels wurde alles über Palpatine verraten, weil sein Aufstieg zur Macht die Geschichte war. Wir werden genau so viel über Snoke lernen, wie wir müssen."

Star Wars: Die letzten Jedi wird ab dem 14. Dezember in den deutschen Kinos zu sehen sein.

Kritik zu Star Wars: Battlefront 2 - Franchise-Frust vom Feinsten

Star Wars muss wieder ganz groß werden - in jedem Medium. Während Disney mit Spin-offs und weiteren Film-Trilogien noch die nächsten dutzend Generationen an Fans beglücken möchte, sieht es bei den interaktiven Medien noch ein wenig kahl aus. Die Rechte an Videospiel-Produktionen im Sci-Fi-Universum gehören exklusiv Electronic Arts.

In den vergangenen Jahren kam allerdings nur der Shooter Battlefront heraus, der sich zwar blendend verkaufte, von Spielern und Kritikern jedoch für fehlende Inhalte ins Kreuzfeuer genommen wurde. Jetzt soll mit Battlefront 2 (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Battlefront 2 von 2005) alles besser werden, und das muss es auch, EA hat schließlich den einzigen anderen aktiv in Entwicklung befindlichen Star-Wars-Titel zusammen mit Entwickler Visceral Games ins Nirvana befördert.

Die Erfolgsstrategie von EA sieht aus wie folgt. Eine Einzelspieler-Kampagne soll zusammen mit kostenlosen und regelmäßigen Updates und Erweiterungen Mehrwert bringen. Böse Zungen behaupteten sofort, der berüchtigte Publisher wolle damit nur Fans beruhigen und an anderer Stelle mehr Geld verdienen. Diese Vermutungen erwiesen sich dann spätestens in der öffentlichen Beta, nicht überraschend, als absolut zutreffend.

EA und Entwickler Dice haben in dem Mehrspielerteil Lootboxen in ihrer heimtückischsten Variante eingebaut. Der Spieler muss also sehr lange spielen, um Punkte zu sammeln oder kann diese direkt mit echtem Geld erkaufen. Damit können dann, wie am einarmigen Banditen, verschiedene Preise gewonnen werden. Diese sind dazu nicht rein kosmetisch, sondern helfen direkt im Spiel. Wer also bereit ist zu zahlen, kann von Anfang an bis an die Zähne bewaffnet in die Schlacht ziehen.

Einen weiteren Aufschrei der Community gab es dann wenige Tage vor Veröffentlichung. Spieler merkten, dass wichtige Charaktere, wie ein ikonischer Sith mit Atemproblemen, nachträglich mit Ingame-Währung freigeschaltet werden mussten. Die schnelle Erklärung der EA Community Manager ist mit aktuell fast 700.000 negativen Bewertungen der am schlechtesten bewertete Kommentar auf Reddit. Selbst mit der darauffolgenden Reaktion von EA, die Preise von Helden um 75% zu senken, kosten alle Inhalte zusammen noch 2.100 Dollar und würden mehr als 4.500 Spielstunden zum Freischalten benötigen.

Aber Moment, kann sich das Spiel nicht doch noch wegen der Einzelspieler-Kampagner lohnen? Rhonda und Tobias haben die vier- bis fünfstündige Geschichte durchgespielt - mit gemischten Gefühlen.

SW:B2 Versio

Tobias: 

Die Kampagne dreht sich um die imperiale Offizierin Iden Versio und ihre Soldaten in einer Spezialeinsatztruppe, dem Inferno-Kommando. Nach dem Fall des Imperators in Die Rückkehr der Jedi-Ritter sinnt das Imperium nach Rache und plant einen neuen Aufstieg. Anfangs spielt die Geschichte mit einem interessanten Setting: Wie geht die Elite des Imperiums mit den eigenen Grausamkeiten um? Die Menschen hinter den Strumtruppenhelmen zu thematisieren, ist eine interessante Perspektive, zu lange war das Imperium nur eine eindimensionale, dunkle Macht.

Das Imperium schlägt wieder zurück - oder auch nicht

Leider verliert sich der Konflikt der Protagonistin schon nach der ersten Spielstunde. Danach wird nur stumpfes Gut gegen Böse aufgetischt, ohne Herz und ohne Charme. Auch die Geschichte verliert in dem Moment jegliche Struktur. Eine Aneinanderreihung von fast unzusammenhängenden Szenarien beginnt, man möchte schließlich noch Luke, Leia, Lando und Han, hier mit einem grausigen Vollbart, auftreten lassen. Die Rufe der Produzenten nach Wiedererkennungswert sind, neben den Schmerzensschreien der Sturmtruppen, förmlich zu hören.

Das Ende kommt rasch nach etwa vier bis fünf Stunden. Der Handlungsbogen um Iden Versio wird hastig beendet, so muss schließlich noch verzweifelt die Brücke zu Das Erwachen der Macht und Die letzten Jedi geschlagen werden. An der Stelle macht sich auch die Disney-Bürokratie direkt bemerkbar. Ein Teaser mit Kylo Ren und Andeutungen zu Luke wird abrupt von den Credits unterbrochen. Wann darf es weitergehen? Natürlich erst, wenn Episode 8 in den Kinos zu sehen war.

Schade, dass Entwickler DICE sich auch mit den einzelnen Missionen nicht mehr traut. Das Spiel sieht fantastisch aus, die Atmosphäre schreit Star Wars. Doch selbst eine Weltraumschlacht um eine weitere Superwaffe des Imperiums verkommt ohne emotionales Gewicht zur normalen Flugsimulation. Und ja, das Imperium hat wohl in seinen letzten Momenten von Episode 6 eine weitere Superwaffe besessen und diese nicht eingesetzt. Das Spiel gehört schließlich zum neuen Kanon.

Das Schießen fühlt sich jedoch, wie erwartet, sowohl zu Fuß als auch im Raumschiff gut an. Der Battlefield-Entwickler kennt sich bestens mit Shootern aus und serviert auch hier genießbare Kost. Außergewöhnlich oder aufregend wird Battlefront 2 deswegen allerdings weder im Einzelspieler- noch im Mehrspieler-Modus. Blaster und Lichtschwerter sind zweckmäßig, doch wirklich absondern kann sich das Spiel damit von herkömmlichen Shootern nicht. Die Integration von Perspektiven aus der dritten Person und der Egoperspektive tut was sie soll, ist jedoch nicht wirklich taktisch einsetzbar. Massive Schlachten mit anderen Spielern sind befriedigend, jedoch ist es hier wieder besonders frustrierend, von einem voll ausgerüsteten Yoda getötet zu werden, der sich diesen Vorteil womöglich erkauft hat. Schade eigentlich, denn gerade die Gefechte mit übermächtigen Gegnern lassen Spannung aufkommen.

SW:B2 Planets

Rhonda:

Och EA, ihr könnt es den Spielern auch einfach nicht Recht machen. Wurde in dem ersten Reboot von Star Wars: Battlefront aus dem Jahr 2015 noch lautstark die nicht vorhandene Kampagne kritisiert, ist diese in dem Nachfolger nun vorhanden, nur interessiert dies kaum jemanden, da die Debatte um Pay-to-Win und Lootboxen alles überschattet. Eure Entwickler tappen aber auch in jedes Fettnäpfchen, am liebsten in den sozialen Medien. Dabei ist das Spiel beileibe nicht so schlecht, wie es den Anschein hat. Trotzdem gewinnt die Kampagne sicher keinen Preis für Originalität und der Schaden im Multiplayer-Modus ist bereits angerichtet.

"'Member the Empire? 'Member the Death Star? 'Member Chewbacca?" -"Oh I 'member!"

Auch wenn sich die Geschichte um Iden Versio und ihrem Inferno-Squad auf dem Papier wie eine spannende Reise anhört, ist es leider nicht nur ein Mix der letzten Star-Wars-Filme, sondern zudem auch eine Aneinanderreihung gängiger Sci-Fi-Klischees: Anhänger des Imperiums mit einem plötzlich auftretenden Sinn für Gerechtigkeit? Check. Toughe Kämpferin mit Vaterkomplexen? Check. Total überraschender Verrat? Check. Im letzten Moment eingeschobene Liebesgeschichte? Check.

Dabei gäben die Charaktere eigentlich viel mehr her, denn die Hauptakteure sind nicht nur wunderbar animiert und im Original auch toll vertont, sondern werden besonders mit den Interaktionen untereinander interessant. Leider bleibt es bei einem leichten Ankratzen der Oberfläche, denn mit der seltsamen episodenartigen Erzählstruktur ist anscheinend keine Zeit für allzu viel emotionalen Tiefgang. Der Untergang des zweiten Todessterns beispielsweise, der im Trailer noch mit viel Tamtam und Tränendrüsen zelebriert wurde, wird im Spiel mit einem Schulterzucken abgetan.

Besonders das Inferno-Squad hat darunter zu leiden, denn die Motivation hinter ihren Aktionen kann der Spieler kaum nachvollziehen, da einfach viel zu wenig über sie bekannt wird. Die wenigen Informationen zu Iden, Del und Hask kann man auf den PR-Seiten von EA nachschlagen, denn im Spiel wird davon kaum etwas vermittelt. So ist Iden Versio die Tochter von Admiral Garrick Versio und wurde zusammen mit Hask auf Vardos ausgebildet. Del Meeko stammt von Coruscant. Ende.

SW:B2 Troopers

Auch beim Schwierigkeitsgrad wird die Story von Star Wars: Battlefront 2 keinen Blumentopf gewinnen. Selbst auf der höchsten Einstellung gilt es lediglich, seinem Droiden im Spiel anzuweisen, hier mal ein Knöpfchen zu drücken, ein wenig umherzuschleichen oder zu schießen. Was für einen Shooter nicht einmal so außergewöhnlich wäre, würde die Devise nicht sein, dass jeder Schuss in die generelle Richtung des Kopfes des Gegners das sofortige Ableben eben dessen zur Folge hat. Dies gilt sowohl für ein Scharfschützengewehr, als auch für Leias seltsame Spielzeugpistole, denn einen Schadensabfall nach einer gewissen Distanz gibt es in der Galaxie weit, weit entfernt anscheinend nicht. Spaßiger weil fordernd(er) sind da die Flugmissionen, in denen man von allen Seiten beschossen wird, während man beispielsweise im Weltraum durch Raumschiffwracks rast.

Der Rest der Kampagne ist eine wilde Verschmelzung von Dingen, die den Fans besonders in den alten Filmen ans Herz gewachsen sind. "Erinnerst du Endor? Erinnerst du Millenium Falcon? Erinnerst du Lando Calrissian?" Bekannte Schauplätze werden besucht und beliebte Charaktere lassen sich in Mini-Episoden spielen, die die Geschichte von Iden Versio mit der des offiziellen Kanons verbinden sollen. So entsteht auch die Räuberpistole von den angeblichen 30 Jahren, die die Story von Star Wars: Battlefront 2 abdecken soll. Was die Schlingel von EA jedoch nicht verraten haben, ist, dass die Hauptquest des Spiels die rund sechs Monate nach der Zerstörung des zweiten Todessterns abdeckt. Erst in einem Epilog tritt Kylo Ren auf, was die Verbindung zu Das Erwachen der Macht herstellen soll.

Das Herzstück des Spiels, der Multiplayermodus, hat die Spieler in den letzten Wochen auf die Barrikaden gebracht und eine nötige Debatte über Mikrotransaktionen ausgelöst. In den Lootboxen, die sich nicht nur mit der Ingame-Währung, sondern auch mit Echtgeld erwerben lassen, können sich unter anderem die Ingame-Währung Credits, Crafiting-Materialien oder kosmetische Items für die verschiedenen Charaktere freischalten. Jedoch können sie auch neue Kämpfer, Waffen oder Verbesserungen beinhalten, mit denen man einen Vorteil gegenüber anderen Spielern hat. So geht es in den Matches weniger um das eigene Können, sondern darum, welche Verbesserungen der Gegner für seine Charaktere erhalten hat.

SW:B2 XWing

Fazit Rhonda:

Es scheint, als wollte Electronic Arts mit Star Wars: Battlefront 2 alle Seiten zufriedenstellen, vor allem jedoch die Aktionäre. Im Vorfeld hieß es, dass sich die Kampagne nicht wie angeklebt anfühlen sollte, ein Mittel zum Zweck, der den Multiplayermodus rechtfertigt. Leider ist es jedoch genau so geworden, denn die Spieler werden nur so durch die Geschichte gehetzt, als müssten sie schnell die Story hinter sich lassen, damit sie mehr Zeit im Multiplayermodus verbringen können. Dabei hätten die Charaktere mehr verdient und auch mehr gekonnt, wenn man ihnen nur ein wenig mehr Zeit zur Entfaltung gelassen hätte. Das Inferno-Squad ist nämlich alles andere als unsympathisch, bleibt jedoch einseitig, da der Spieler die Beweggründe der Protagonisten kaum nachvollziehen kann.

Auch der Multiplayermodus macht bis zu einem gewissen Grad Spaß, nämlich dann, wenn man auf Spieler mit ähnlicher Ausrüstung trifft. Die Killcam im Spiel gibt detaillierte Auskünfte darüber, welchen Sternkarten man sein Ableben zu verdanken hat. Ein mieses System, durch das sich die Spieler selbst ausmalen dürfen, ob der Gegner Glück mit seinen Lootboxen hatte oder Echtgeld in den Shooter investiert hat.

Anmerkung: Nach heftiger Kritik aus der Community (und einem Brief von Disney) hat Electronic Arts die Mikrotransaktionen erst einmal aus dem Spiel entfernt. Diese sollen nach einer Überarbeitung zu einem späteren Zeitpunkt jedoch wieder zurückkehren.

Fazit Tobias

Star Wars: Battlefront 2 ist ein beinahe solides Spiel. Die Einzelspieler-Kampagne ist für Fans enttäuschend, sieht aber immerhin sehr gut aus. Der Mehrspieler-Modus wird von Mikrotransaktionen überschattet, die mit der Aussicht auf tausende nötige Spielstunden, um alles freizuschalten, jeglichen Spielspaß rauben. Auch, wenn dieses Zahlungssystem momentan dank Disney abgeschaltet ist, wird es ohne Zweifel wiederkommen. Außerdem sind die Überbleibsel davon, in Form von den Sternenkarten, noch immer implementiert. In der jetzigen Form kann ich somit Niemandem guten Gewissens eine Kaufempfehlung geben. Abwarten, wie EA den Spagat zwischen Disneys Wünschen, der Community und eigenen Einnahmeprojektionen hinlegt.

Star Wars: Battlefront 2 ist für Xbox One, Playstation 4 und den PC erhältlich.

zusätzlicher Bildnachweis: 
© Electronic Arts

Star Wars Battlefront 2 Launch Trailer

Star Wars: Battlefront 2 - EA entfernt vorerst Mikrotransaktionen

Nachdem sich Electronic Arts noch vor der Veröffentlichung von Star Wars: Battlefront 2 massiver Kritik seitens der Community zu der Lootbox-Politik ausgesetzt sah, wurde die Möglichkeit, die Boxen auch mit Echtgeld zu erwerben, zum offiziellen Start vorerst aus dem Spiel entfernt. Dem Unternehmen wurde unter anderem vorgeworfen, Pay-to-Win-Mechaniken, die normalerweise in Free-to-Play-Titeln Anwendung finden,  zur Gewinnmaximierung in einem Vollpreistitel anzuwenden.

Zuletzt musste sich Electronic Arts für die Kosten der Helden Darth Vader und Luke Skywalker rechtfertigen. Diese kosteten jeweils 60.000 Credits, wofür etwa 40 Stunden Spielzeit notwendig gewesen wären, um die Charaktere ohne den Einsatz von Echtgeld freizuschalten. Eine Erklärung des EA-Community-Teams, dass das Freischalten von verschiedenen Helden ein Gefühl von Stolz und Leistung in den Spielern auslösen soll, führte unter anderem zu dem am schlechtesten bewerteten Beitrag überhaupt auf Reddit. Die Entwickler senkten die Kosten für die Helden daraufhin um 75 Prozent auf je 15.000 Credits.

Dies bedeutet jedoch nicht, dass Star Wars: Battlefront 2 nun gänzlich von Mikrotransaktionen befreit ist. Die Entwickler stellten klar, dass man das System nach weiteren Anpassungen zu einem späteren Zeitpunkt zurückbringen wolle.

Disneys CEO kündigt erste Star-Wars-Serie für den geplanten Streaming-Dienst an

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Star Wars Finn

Der geplante Streaming-Dienst des Disney-Konzerns soll nicht nur mit den bekannten Filmen und Serien neue Abonnenten überzeugen, sondern auch mit eigenproduzierten Serien. Wie Disney-CEO Bob Iger kürzlich erklärte, wird man dabei zunächst auf bekannte Marken setzen. Iger zufolge ist unter anderem eine Star-Wars-Serie geplant.

Eine Real-Serie zu Star Wars war in den vergangenen Jahren immer wieder im Gespräch, zu einer Umsetzung kam es bisher jedoch noch nicht. Um was genau es in der Serie gehen soll, ist noch nicht bekannt, es steht zu erwarten, dass das Projekt noch in einem sehr frühen Stadium ist.

Generell will man sich bei Disney aber nicht allein auf die Zugkraft von Star Wars verlassen, um den Streaming-Dienst populär zu machen. So soll auch eine Marvel-Serie entstehen, eine Serie basierend auf dem Animationsfilm Monster AG und eine Serie basierend auf der Filmreihe High School Musical.

Der bisher noch namenlose Streaming-Dienst soll im Jahr 2019 offiziell an den Start gehen. Es steht zu erwarten, dass man zum Auftakt mit einem namhaften Projekt, wie zum Beispiel der Star-Wars-Serie, Kunden locken wird. Bisher soll der Dienst aber nur für den amerikanischen Markt geplant sein. Wie die verschiedenen Formate auf dem Rest der Welt vertrieben werden, ist noch offen.

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