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DC-Comic-Kritik - Batman Paperback 1: Ich bin Gotham & Batman - Detective Comics 1: Angriff der Batman-Armee (Rebirth)

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Batman Detective Comics

In einem Satz zusammengefasst würde das zentrale Anliegen der DC-Verantwortlichen, das sie mit dem Großprojekt DC Universe Rebirth verfolgten, wohl lauten: Gebt den (langjährigen) Fans das, was sie wollen - und seid dabei Neueinsteiger-freundlich.

Das Ergebnis ist bekannt: Zahlreiche bei Anhängern und Kritikern gleichermaßen geschätzte Reihen … und insgesamt drei Batman-Titel. Das wiederum ist, wenn man ehrlich ist, aber nicht sonderlich verwunderlich. Der Dunkle Ritter ist schließlich nach wie vor einer der beliebtesten, wenn nicht sogar der beliebteste Superheld überhaupt, und sein Universum bietet auch schlicht genug Stoff, um selbst nach so vielen Jahren immer wieder völlig neue Geschichten mit Bat-Bezug erzählen zu können.

Nachdem All-Star Batman 1: Mein schlimmster Feind bereits vorgestellt wurde, soll es in diesem Beitrag um die ersten Bände von Batman sowie Batman: Detective Comics gehen.

Zusammen…

Autor Tom King könnte definitiv Protagonist in einem sicherlich extrem unterhaltsamen Comic sein. Seine Vita würden einige der potenziellen Leser mutmaßlich sogar für etwas zu konstruiert halten, denn bevor sich der US-Amerikaner wieder Vollzeit seinen Panels widmete, arbeitete dieser - kein Scherz - für die CIA. Wenn das nicht die optimalen Voraussetzungen sind, um Scott Snyders Werk fortsetzen zu können.

In seinem die ersten sechs Einzelheftausgaben sowie Batman: Rebirth 1 enthaltenden Debüt-Trade Ich bin Gotham legt der Eisner-Award-Gewinner (für Vision) zwar noch nicht alle Karten auf den Tisch, deutet allerdings ebenso an, dass "more of the same" nicht unbedingt seine Sache ist.

Die bewusste Doppeldeutigkeit in Bezug auf den Namen der Nachbarstadt von Metropolis lässt diesen über allem stehenden Satz daher noch passender erscheinen. Tatsächlich handelt es sich hier nämlich nicht um Gotham City, sondern um zwei neue Helden, die sich Gotham und Gotham Girl nennen, über enorme Kräfte verfügen und unter Anleitung der Fledermaus dort helfen wollen, wo sie gebraucht werden.

Batman Rebirth

Anfangs gelingt das auch durchaus gut und es hat überdies fast den Anschein, als würde Bruce Wayne Gefallen daran finden, zumindest theoretisch einmal eine Nacht seine Maske nicht aufsetzen zu müssen. Selbstverständlich stellt sich recht schnell heraus, dass dieses Szenario ein hypothetisches bleibt, da ein plötzlicher Aufstieg in die Justice-League-Gewichtsklasse selten einfach so erfolgt - und so viel sei verraten: Der Preis, den die beiden dafür zahlen, ist extrem hoch.

Genau darin liegt ganz offensichtlich eine der großen Stärken Kings: Er treibt in seiner ersten Storyline im Bat-Kosmos den Protagonisten sowie die von ihm eingeführten Figuren an ihre Grenzen und darüber hinaus. Interessanterweise verzichtet er beinahe komplett darauf, zu diesem frühen Zeitpunkt schon auf einen der unzähligen berüchtigten Arkham-Insassen zu setzen und begnügt sich stattdessen mit Schurken aus der zweiten oder dritten Reihe, die er dafür aber gekonnt in das Geschehen einbindet. Dennoch oder vielleicht auch gerade deswegen wirkt all das Dargebotene eher wie eine Art Epilog, in dem gewissermaßen eine Staffelstabübergabe vollzogen wird, und nicht wie ein Abenteuer, das schon Fahrt aufgenommen hat. Nicht umsonst steht Scott Snyders Name ebenfalls auf dem Cover und nicht umsonst ist das absolute Highlight des Paperbacks auf der letzten Seite zu finden: Ein Cliffhanger, wie man ihn sich wünscht.

…ist man weniger allein

Etwas konsequenter als Tom King geht der noch recht junge (Jahrgang 87), allerdings keinesfalls mehr als Nachwuchstalent durchgehende James Tynion IV bei seinem ersten Ausflug in das wiedergeborene DC-Universum in Sachen Teambuilding vor - und nein, damit sind keine vertrauensbildenden Maßnahmen gemeint.

Sein Batman beginnt höchstselbst damit, eine Gruppe zusammenzustellen, um einer Bedrohung, deren Ausmaß lange nicht abzusehen ist, etwas entgegensetzen zu können. Ob er jedoch wirklich glaubt, diese Hilfe zu benötigen oder ob es einen anderen Grund für diesen Schritt gibt, sei einmal dahingestellt.

Es besteht aus Red Robin, Orphan, Spoiler, dem (geläuterten?) Clayface und Batwoman alias Kate Kane, die diese buntgemischte Truppe trainieren soll. Ein erster bedeutender Schritt von Gothams Mitternachtsdetektiv, denn die von ihm mit der Ausbildung dieses Quartetts betraute junge Frau ist niemand Geringeres als seine Cousine, die er überdies endlich in sein Geheimnis einweiht. Und wie sich bald herausstellt, haben all die Herausforderungen, mit denen es diese Alternativ-Bat-Familie zu tun bekommt, unmittelbar mit der Vergangenheit der Ex-Soldatin zu tun.

Auf den ersten Blick erscheint es mutig, "The World’s Greatest Detective" in dem Ur-Batman-Titel schlechthin zum Start in diese neue Ära nicht dauerhaft in den Mittelpunkt des Geschehens zu stellen, auf den zweiten schlicht folgerichtig. So können sich Komplettisten über sehr unterschiedliche Geschichten und Neueinsteiger sowie Wechsel-Wähler über die Existenz echter Alternativen freuen.

Batman Detective Comics

Insbesondere die Entscheidung neben Batwoman auch Jung-Genie Tim Drake alias Red Robin in das Zentrum der Handlung zu rücken, erweist sich schon nach einigen Seiten als eine sehr kluge, da sein Einfallsreichtum und seine Schlagfertigkeit immer wieder für eine Auflockerung der insgesamt sehr ernsten Tonalität sorgen.

Abschließend vielleicht noch ein Wort zu einem geteilten Plus: Während bei Batman Paperback 1 in David Finch, Mike Janin und Ivan Reis das erste starkes Zeichner-Trio am Werk war, überzeugte bei Batman: Detective Comics Paperback 1 das zweite, bestehend aus Eddy Barrows, Alvaro Martinez sowie Al Barrionuevo. Auffällig ist, dass es zu keinen extremen stilistischen Brüchen innerhalb der Storys kommt, sondern eher zu Varianten eines Looks (etwas mehr Retro-Charme versprühend versus eher moderner anmutend), der sich in beiden Fällen durch ausgeprägte Liebe zum Detail auszeichnet.

Fazit

Der doppelte Dark Knight hat zweifelsohne seine Daseinsberechtigung. Weder Tom King noch James Tynion IV lassen es sich nehmen, ihre zugegebenermaßen recht unkonventionellen Ideen in die Tat umzusetzen. Dadurch fühlen sich beide Reihen zunächst etwas anders an, was sicher nicht jedem gefallen, aber viele wahrscheinlich sehr neugierig auf all das machen wird, was da kommen möge. Die jeweiligen Cliffhanger lassen jedenfalls eine Menge spannender Entwicklungen möglich erscheinen.

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© Panini Comics/ DC Comics

Ist es ein Vogel? Ist es ein Flugzeug? Nein, es ist der 80. Geburtstag von Superman

Am 18. April 1938 erschien die erste Ausgabe von Action Comics. Titelstory war eine Geschichte von Jerry Siegel und Joe Shuster mit dem Titel Superman. Der erste und wohl bekannteste Superheld der Welt feiert also dieses Jahr seinen achtzigsten Geburtstag. Obwohl, wenn man es genau nimmt, ist der Mann aus Stahl bereits 85 Jahre alt. Denn bereits 1933 veröffentlichten Siegel und Shuster in ihrem eigenen Magazin eine Kurzgeschichte mit dem Titel The Reign of the Superman.

Der Held war 1933 aber noch ein glatzköpfiger Bösewicht wie später Lex Luthor, und strebte mit Hilfe seiner übermenschlichen Fähigkeiten die Weltherrschaft an. In den folgenden fünf Jahren wurde die Figur von den beiden Schöpfern mehrmals überarbeitet und erfolglos mehreren Verlagen zur Veröffentlichung angeboten. Im Frühjahr 1938 suchte der Verlag National Publications, heute DC, noch einen Comic für seine neue Heftreihe Action Comics und holte Siegel, Shuster und Superman an Bord.

Viele Verlage werden sich rückblickend sehr geärgert haben, dass sie das Potential der Comicstrips falsch eingeschätzt haben. Gerade wenn man bedenkt, mit welcher Summe DC den Autor und den Zeichner von Superman abspeisten. Die Rechte an der Figur traten die beiden für einen Scheck von rund 130 Dollar an den Verlag ab.

Siegel und Shuster versuchten nach dem großen Erfolg des Comics, in einem langjährigen Rechtsstreit die Rechte an Superman zurückzugewinnen. Erst 1978 lenkte Time Warner, der heutige Besitzer von DC-Comics, ein und zahlte den beiden eine jährliche Rente von 24.000 Dollar. Außerdem werden ihre Namen seitdem als Schöpfer der Figur in den Comics und Filmen aufgeführt. Der Roman Die unglaublichen Abenteuer von Kavalier & Clay von Michael Chabon vermittelt anhand fiktiver Figuren sehr gut, wie die Arbeitswelt von Jerry Siegel und Joe Shuster ausgesehen hat.

Superman entstand in den Dreißigerjahren nicht aus dem Nichts. Es gab bereits zahllose andere Helden in den Comicstrips der Zeitungen und in den Abenteuergeschichten der Pulpmagazine. So verschmolzen die beiden Schöpfer Vorbilder wie Flash Gordon, Buck Rogers, Tarzan oder Zorro zu ihrem ganz persönlichen Helden. Herausgekommen ist dabei etwas völlig Neues: ein außerirdischer Superheld, der mit Hilfe seiner übermenschlichen Kräfte ein ums andere Mal die Welt rettet.

Auch wenn die Herkunftsgeschichte von Superman im Laufe der Zeit immer wieder verändert und aktualisiert worden ist, der Kern ist jeweils gleich geblieben: Superman wurde als Kal-El auf dem Planeten Krypton geboren. Als der Untergang ihrer Welt drohte, schickten seine Eltern ihn in einer Raumkapsel zur Erde. Dort wächst er auf einer Farm in Kansas als Clark Kent auf.

Als Erwachsener arbeitete in der Stadt Metropolis als Reporter für den Daily Planet und schlüpft bei Gefahr in sein rotblaues Superheldenkostüm, um Bedrohungen von der gesamten Menschheit abzuwehren oder einfach nur einzelne Menschen in Not zu retten.

Im Gegensatz zu Bruce Wayne alias Batman ist Superman nicht die Tarnidentität von Clark Kent. Der Reporter mit der Brille ist vielmehr die Tarnung eines Außerirdischen mit Namen Kar-El. Das Exil auf der Erde ist aber auch Supermans Stärke, denn seine Kräfte erhält er durch die gelbe Sonne des Planeten.

Seine Fähigkeiten sind im Laufe der letzten achtzig Jahre immer wieder abgeändert und erweitert worden, so konnte Superman in den ersten Ausgaben von Action Comics noch nicht fliegen, sondern nur besonders hoch und weit springen. Zu seinem Standard-Fähigkeiten gehören mittlerweile neben dem Fliegen auch seine übermenschliche Stärke, sein Hitze- und sein Röntgenblick. Außerdem ist er nahezu unverwundbar. Sein einzige Schwäche ist das außerirdische Mineral Kryptonit, welches ihn schwächt und im schlimmsten Fall sogar töten kann.

Nach dem Erfolg des ersten Superman-Comics wurden der Held schnell zur heimlichen Titelfigur von Action Comics. Ab 1939 baute National Publications aufgrund steigender Verkaufszahlen seine Superman-Publikationen weiter aus: Action Comics folgten Heftserien wie Superman, Superman: Man of Steel oder Supergirl. Außerdem gab es noch World's Finest Comics in denen Superman gemeinsame Abenteuer mit Batman bestehen musste.

Es dauerte auch nicht lange, bis Superman in andere Medien vordrang. Den Beginn stellte Anfang der Vierzigerjahre die dreimal pro Woche ausgestrahlte Hörspielserie The Adventures of Superman dar. In der Radiosendung taucht auch zum ersten Mal das grüne Kryptonit auf. 1941 folgte dann eine erste Zeichentrickserie der Fleischer Studios.

Sieben Jahre später wurde Superman zum ersten Mal durch einen realen Schauspieler dargestellt. Kirk Alyn spielte den Helden in 15 Episoden der amerikanischen Kino-Serie. Ihm folgte 1951 George Reeves in dem Film Superman and the Mole Men und der Fernsehserie Adventures of Superman. Am bekanntesten dürfte aber heute noch Christopher Reeve Darstellung sein, der den Helden zwischen 1978 und 1987 viermal im Kino verkörperte.

Das Drehbuch schrieb damals Autor Mario Puzo (Der Pate). Regisseur Richard Donner konnte die Nebenrollen mit den bekannten Schauspielern wie Marlon Brando und Gene Hackman besetzen. Stil prägend war zudem die Filmmusik von John Williams (Star Wars, Indiana Jones).

In den Neunzigern war der Held dann nur noch im Fernsehen zu sehen. Der Fernsehserie Superboy, welche den Fokus auf den jugendlichen Superman legte, folgte ab 1993 Superman – Die Abenteuer von Lois & Clark, welche die romantische Beziehung der beiden Titelfiguren in den Mittelpunkt der Handlung rückte. Ab 2001 wurde in der Serie Smallville wieder die Jugendabenteuer von Clark Kent erzählt, bis er 2011 das rote Cape überwarf und die Serie endete.

Dazwischen hatte es wieder eine eher erfolglose Kinoadaption mit Brandon Routh in der Hauptrolle gegeben. Henry Cavill war mehr Erfolg beschienen. Er durfte Superman nach Zack Snyders Man of Steel aus dem Jahr 2013 in Batman v Superman: Dawn of Justice und Justice League erneut spielen.

Das Interesse am Superman-Kosmos scheint derzeit wieder groß zu sein. Superman hatte in der aktuellen Supergirl-Serie des Senders CW seinen Auftritt. Außerdem erzählt die Serie Krypton die Vorgeschichte seiner Eltern.

Vielleicht erfreut sich Superman nach wie vor so großer Beliebtheit, weil er, wie heute nur noch wenige Helden, ohne Wenn und Aber für das Gute einsteht. Manche finden ihn hingegen aufgrund dieser Tatsache langweilig und geben seinem düsteren Kollegen Batman den Vorrang. Für die dunklen Aspekte sind in den Superman-Geschichten seine Widersacher Brainiac, Darkseid, Bizarro, Doomsday und sein wohl bekanntester Gegner Lex Luthor zuständig.

In den PC-Spiel Superman Injustice und der begleitenden Comicserie wird Superman einmal selbst zum Gegner. Nachdem der Joker Lois Lane brutal ermordet hat, schwingt sich der Man of Steel zum Weltdiktator auf, um so alle Kriminalität und Gewalt auf der Welt zu beenden. Während sich einige Helden wie Hal Jordan seiner Mission anschließen, versuchen Batman, Green Arrow und ihre Verbündeten, sein Regime zu stürzen.

Mit Superman ist also vieles möglich, man kann ihn in einer Elseworld-Story böse werden lassen oder gleich in der regulären Comicserie sterben lassen: Im Jahr 1992 kündigte DC den Tod von Superman an. Der Tag, an dem Superman starb beendete dann 1993 alle regulären Superman-Serien – allerdings nur für kurze Zeit, bis der Held von den Toten zurückkehrte.

Die Idee Superman sterben zu lassen, entstand als Witz während einer Planungssitzung der verantwortlichen DC-Redakteure. Selbstverständlich ließ es sich langfristig nicht durchhalten. Superman ist schon längst zur weltweiten Ikone geworden.

Aber auch der Man of Steel muss mit der Mode gehen. So prangt zwar immer noch das berühmte S auf seiner Brust, aber das Design seines Kostüms hat einige Änderungen erfahren. Die weitreichendste Neuerung gab es 1998, als sich der Held in den Comics in ein Energiewesen verwandelt. Er trug nun nicht mehr seinen blauen Anzug mit dem roten Umhang, Stiefel und Überhose, sondern einen blau-weißes Kostüm.

Doch diese Änderung ging zu weit, und Clark Kent streifte sich bald wieder sein gewohntes Outfit über, wenn er zu Heldentaten aufbrach. In dem Film Man of Steel wurde nur eine kleine Änderung am Kostüm vorgenommen und die rote Unterhose, welche Superman vorher über seinen blauen Anzug trug, weggelassen.

Eine so berühmte und bekannte Figur zieht auch viele Nachahmer und Karikaturen nach sich. So fliegt in der Sesamstraße Supergrobi herum, Goofy verwandelt sich mithilfe spezieller Erdnüsse in Supergoof und bei den Simpsons gibt es den Radioactive Man. In dem Monty-Python-Sketch "Bicycle Repair Man" wird das Prinzip umgekehrt: In einer Welt voller Supermänner ist der Fahrradmechaniker der eigentliche Held.

Aber auch in den Comics ist Superman nicht immer gleich Superman. In der Miniserie Flashpoint wurde Kal-El in einer alternativen Zeitlinie bereits als Kind von der Regierung entdeckt und in einem unterirdischen Bunker gefangen gehalten. So ahnt er nichts von seinen Superkräften, als Flash und der alternative Batman ihn befreien. Auch Mark Millar (Starlight) verändert in Superman: Red Son die Ausgangslage des Helden. Die Raumkapsel mit den jungen Kryptonier landet nicht in Kansas, sondern in der Sowjetunion der Dreißigerjahre.

2017 hat Autor Frank Miller (Sin City) angekündigt, dass er zusammen mit dem Zeichner John Romita Jr (Kick-Ass) in Superman Year One nochmals die ersten Tage des Helden erzählen will. So schließt sich nach achtzig Jahren der Kreis.

In Action Comics #1 hatte eine wichtige Nebenfigur aus dem Superman-Universum ebenfalls ihren ersten Auftritt: Lois Lane. Man solle also nicht vergessen, auch der mutigen Journalistin, die Superman in vielen seiner Abenteuer zur Seite gestanden hat und an den Jubiläumstagen meist stillschweigend übergangen wird, zu gratulieren: herzlichen Glückwunsch Lois Lane!

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© DC Comics/Superman Inc/ Dovemead Films, Film Export A.G.,/Warner Bros., Atlas Entertainment, Cruel & Unusual Films/ABC, December 3rd Productions, Gangbuster Films Inc., Lorimar Television

Blackhawk: Steven Spielberg übernimmt Verfilmung des DC-Comics

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Blackhawk von Howard Chaykin in den DC Comics

Steven Spielberg wird nicht langweilig. Aktuell feiert Ready Player One an den Kinokassen große Erfolge, seine Neuverfilmung von West Side Story und der nächste Indiana Jones stehen zeitnah an. Und doch gibt es für den erfahrenen Filmemacher immer noch erste Male: Blackhawk ist sein erstes Projekt für DC-Comics. Warner Bros. und DC haben ihn als federführenden Produzenten engagiert und vermutlich wird Spielberg auch selbst Regie führen.

Während der Held in Deutschland weniger bekannt ist, gehörte Blackhawk in den USA ab 1941 bis in die 60er-Jahre hinein zu den beliebtesten Comics - bei den Verkaufszahlen zeitweise nur von Superman übertroffen.

Blackhawk ist eine Abenteuer-Comicreihe, die zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs angesiedelt ist. Im Zentrum steht zwar der titelgebende Blackhawk, doch seine Verbündeten im Blackhawk Squadron sind ebenfalls prominent vertreten. Der Trupp aus etwa 7 Piloten ist nicht amerikanisch, sondern setzt sich aus unterschiedlichsten Nationalitäten zusammen. Gemeinsam kämpfen sie rund um die Welt gegen das Böse, fiesen Superschurken und Kriegsmaschinen. Hierbei kommen sie auch immer mal wieder Superhelden zu Hilfe.

David Koepp (Jurassic Park, War of the Worlds), der schon oft mit Spielberg zusammengearbeitet hat, schreibt das Drehbuch.

Für welches Jahr die Veröffentlichung geplant ist, wurde noch nicht bekannt gegeben.

Justice League Meets Blackhawk!

DC-Comic-Kritik: Batgirl Megaband 1: Der Sohn des Pinguins (Rebirth)

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Batgirl Rebirth

Barbara Gordon, die Tochter des wohl berühmtesten Commissioners der Comic-Geschichte, ist Batgirl. Für diejenigen, die den Charakter lediglich aus Batman - The Animated Series (BATS) oder dem von vielen sehr bewusst aus ihrem Gedächtnis gelöschten Film Batman & Robin kennen, ist das keine neue beziehungsweise erwähnenswerte Information.

Für diejenigen aber, die sich fleißig durch die unzähligen Panels, in denen in den vergangenen Jahren faszinierende Storys aus dem Bat-Kosmos erzählt worden sind, gekämpft haben, ist dieser Umstand nicht ganz so selbstverständlich. Denn der bekannte Rotschopf saß dank des Jokers zwischenzeitlich auch im Rollstuhl.

Barbara wäre aber nicht Barbara, wenn sie sich davon hätte entmutigen lassen. Als Orakel unterstützte das Computer-Genie fortan vor allem die Bat-Familie und versorgte sie mit entscheidenden Hinweisen, die zu der Überführung des einen oder anderen Superschurken führten.

Ihr unbändiger Kampfgeist und ein experimenteller Eingriff in einer südafrikanischen Klinik sorgten schließlich dafür, dass die Heldin wieder gehen und nach einem sehr harten Training ebenfalls wieder Kostüm und Maske tragen konnte. Viele Abenteuer später ist der jungen Frau nach einer Auszeit von all dem Trubel. Diese verbringt sie auf dem größten Kontinent des Planeten, wirklich ruhig geht es dort allerdings nicht zu. Doch alles andere würde auch nicht zu ihren ersten Schritten im wiedergeborenen DC-Universum passen.

Weit weg von daheim …

In der ersten der beiden in sich abgeschlossenen Geschichten des Megabandes (“Weit weg von daheim“) verschlägt es Barbara - wie gesagt - nach Asien. Relativ schnell trifft sie in der Ferne zufällig auf einen alten Bekannten. Aus einer aufgewärmten Freundschaft wird bald etwas mehr, jedoch ist Gotham Citys Verbrechensbekämpferin Nummer eins zu Recht skeptisch, und so steht diese private Romanze folgerichtig sehr schnell im Zentrum eines neuen Batgirl-Falls.

Dieser unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von dem, was parallel unter dem Rebirth-Banner erschienen ist, weshalb hier zweifellos ausreichend Potenzial vorhanden ist, um Fans zu spalten:

Eine Protagonistin, die in Japan oder Südkorea für Gerechtigkeit sorgt, agiert im Grunde völlig losgelöst von ihrer vertrauten Umgebung. So wird man beispielsweise nicht nur permanent mit unverbrauchten Schauplätzen, sondern logischerweise ebenfalls mit neuen Antagonisten konfrontiert. Das kann man durchaus als erfrischend empfinden. Und außerdem passt die Grundidee sehr gut zu der Miss Gordon, die Cameron Stewart und Brenden Fletcher in Batgirl - Die neuen Abenteuer in den hippen Gotham-Stadtteil Burnside haben ziehen lassen.

Batgirl Rebirth

Überhaupt muss man sagen, dass Dick Graysons On-Off-Freundin als eine in sich sehr stimmig weiterentwickelte Figur präsentiert wird. Dies liegt darin begründet, dass man in ihrem Fall den inhaltlichen Cut schon vor dem alle DC-Serien betreffenden Restart vollzogen hat. Man könnte fast sagen, dass seitdem zwar nach wie vor Batgirl auf dem Cover steht, aber im Wesentlichen Barbara drinsteckt.

Deshalb ist die Tatsache, dass Autorin Hope Larson dem Privatleben der Urlaubenden beinahe so viel Aufmerksamkeit schenkt wie ihren heldenhaften Aktivitäten, im Prinzip die größte Stärke dieses elf Einzelheftausgaben umfassenden Sammelbandes. Sie gewährt ihren Lesern konsequent Einblick in das Innenleben der angehenden Bibliothekarin. Und da die US-Amerikanerin sich nicht damit begnügt, den Anhängern lediglich einzelne Facetten ihres Charakters zu zeigen, ist es nicht verwunderlich, dass man sehr schnell mit der Studentin und deren Freunden sympathisiert.

…, aber doch nicht so ganz

Während diese Aspekte nun für viele entscheidende Kaufgründe darstellen, stören sich andere genau daran beziehungsweise an den Dingen, die eine solche Schwerpunktsetzung und ein solches Vorgehen mit sich bringen. Der Umstand, dass die Handlung außerhalb Gothams spielt und die Aufwertung von Barbaras Privatleben gehen zwangsläufig auf Kosten der im Bat-Kosmos sonst so typischen düsteren Tonalität und Ernsthaftigkeit.

Dies ändert sich auch nicht nach ihrer Rückkehr nach Burnside in “Der Sohn des Pinguins“. Im Gegenteil: Gerade dieser so angesagte Außenbezirk der Stadt, die unter anderem für das Arkham Asylum bekannt ist, verliert selbst dann nicht an Lässigkeit und Lockerheit, wenn dort Verbrechen begangen werden. Dies hängt selbstverständlich ebenfalls mit den hellen, bunten und manchmal sogar knalligen Farben sowie dem sehr verspielten und im wahrsten Sinne des Wortes Comic-haften Look, für den Rafael Albuquerque und Chris Wildgoose verantwortlich zeichnen, zusammen.

Batgirl Rebirth

Dass die Antagonisten - unter anderem aus den genannten Gründen - einfach nicht so recht bedrohlich wirken wollen, ist ein weiteres Problem. Weder die asiatischen Kampfkunst-Expertinnen in “Weit weg von daheim“ noch Cobblepot Junior in dem nach ihm benannten zweiten Abenteuer empfehlen sich mit diesen Auftritten für einen weiteren Einsatz. Insbesondere für Letzteren ist das bedauerlich, weil der Nachwuchsbösewicht an sich alles mitbringt, um Batgirl & Co. nachhaltig übel mitzuspielen - so viel sei allerdings verraten: Das Ende könnte rückblickend ein vielversprechender Neustart für diese Figur sein.

Fazit

Batgirl Megaband 1 - Der Sohn des Pinguins ist einer der wenigen Rebirth-Auftakt-Bände, der auf ein Betätigen des Reset-Knopfes verzichtet. Trotz eines Wechsels auf dem Regiestuhl fühlt sich das Erzählte nach einer logischen Fortsetzung von Batgirl - Die neuen Abenteuer an.

Wer also daran interessiert ist, viel aus Barbaras Leben zu erfahren und die leichte, von Humor geprägte Grundstimmung der Vorgängerserie mochte, sollte hier zugreifen. Wer jedoch eher ein Fan von Gail Simones Batgirl-Run war, sollte sich lieber bei seinem Comic-Händler des Vertrauens nach Alternativen erkundigen - Spoiler: Er wird im aktuell wirklich extrem guten und abwechslungsreichen DC-Portfolio sicher fündig werden.

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© Panini Comics/ DC Comics

DC Comics: Neues Label für eigenständige Superheldengeschichten

Der Verlag DC hat angekündigt, ein neues Comiclabel auf dem Markt zu bringen. Im "Black Label" sollen Geschichten über die großen DC-Helden wie Superman, Batman oder Wonder Woman erscheinen, die sich nicht in das Kontinuum der regelmäßig erscheinen Comichefte einordnen lassen, wie es schon bei Alan Moores Batman: The Killing Joke oder DC: The New Frontiers von Darwyn Cooke der Fall war.

DC-Herausgeber und Comiczeichner Jim Lee (Wildstorm) erklärt die Idee hinter dem Projekt wie folgt:

„Viele unserer Bestseller und von der Kritik gefeierten Bücher entstanden, als wir unsere Toptalente an eigenständigen und außerhalb des Kontinuums spielenden Projekten mit unseren ikonischen Figuren arbeiten ließen. Ein herausragendes Beispiel war Frank Millers The Dark Knight Returns."

So verwundert es nicht, dass einer der ersten Titel für das neue Label das im letzten Juli auf der Comic-Con in San Diego ankündigte Buch Superman: Year One von Frank Miller ist. Als Zeichner arbeitet John Romita Jr. (World War Hulk, Kick-Ass) an dem Band mit.

Geplant sind weiterhin Wonder Woman Historia: The Amazons von Kelly Sue DeConnick (Bitch Planet) und Phil Jimenez (Infinite Crisis), Wonder Woman: Diana's Daughter von Greg Rucka (Lazarus) und Batman: Damned von Brian Azzarello (100 Bullets, Batman: Kaputte Stadt) und Lee Bermejo (Before Watchmen: Rorschach).

Außerdem sollen Scott Snyder (Dark Knights: Metal, American Vampire) und Greg Capullo (Batman: Der Rat der Eulen, Spawn) wieder zusammen an einem Batman-Abenteuer mit dem Titel Batman: Last Knight on Earth arbeiten.

Im August soll Superman: Year One herauskommen. John Ridleys angekündigtes Comicbuch The other History of the DC Universe soll ebenfalls bereits unter dem neuen Label erscheinen.

DC-Comic-Kritik: Wonder Woman 2: Zwischen Lüge und Wahrheit/Nightwing 2: Blüdhaven (Rebirth)

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Wonder Woman Comic Cover

Wer die DC-Comic-Kritiken zu Wonder Woman 1: Die Lügen respektive Nightwing 1: Besser als Batman nachholen will, wird hier beziehungsweise hier fündig. Selbstredend muss in diesem Beitrag auf das bisherige Geschehen eingegangen werden, über Gebühr gespoilert wird jedoch - wie gewohnt - nicht.

Wonder Woman 2: Zwischen Lüge und Wahrheit

Inhalt

Diana steht neben sich, aber selbst Steve Trevor kann sich nicht so recht erklären, weshalb. Der Zeitpunkt ist allerdings mehr als ungünstig, denn Colonel Maru und ihr Team Poison sind den beiden längst auf den Fersen.

Nach diesem Blick in die Gegenwart, folgen mehrere in die Vergangenheit: Nacheinander stehen Dianas Ankunft in unserer Welt, ihr erstes Aufeinandertreffen mit Batman und Superman sowie einige wichtige Ereignisse aus dem Leben der Dr. Veronica Cale, denen eindeutig am meisten Aufmerksamkeit geschenkt wird, im Mittelpunkt der Handlung.

Greg Rucka, ein Meister des Verwebens

Origin-Storys haben unter Freunden der Popkultur mittlerweile fast schon einen schlechten Ruf. Nach all den Neuinterpretationen bekannter Stoffe, die in den letzten Jahren sehr häufig die Kinospielpläne bestimmten, kann man das auch durchaus nachvollziehen.

Und gerade weil dem so ist, muss man eigentlich noch mehr den Hut vor Greg Rucka ziehen. Von allen Rebirth-Titeln kommt sein Wonder-Woman-Run vermeintlich einem klassischen Reboot am nächsten. Dennoch ist er bei genauerer Betrachtung so viel mehr.

Bereits im ersten Sammelband Die Lügen stellte der Autor eindrucksvoll unter Beweis, dass er sich auch bei diesem Projekt nicht auf den Lorbeeren der Vergangenheit ausruhen würde. Während der Amerikaner zu Beginn jedoch seine Figuren überwiegend im Hier und Jetzt agieren ließ, ohne dabei alle sich ergebenden Fragezeichen der Leser zu beseitigen, gibt er nun in Zwischen Lüge und Wahrheit erstmals Antwort auf sehr viele Fragen - auch auf solche, die bislang noch gar nicht gestellt worden sind.

Wonder Woman Lügen & Wahrheit Rebirth

Mit jeder Seite wird offensichtlicher, dass Rucka nichts dem Zufall überlassen hat, jedem Detail Bedeutung beimisst und es überdies versteht, ein komplexes Erzählgeflecht so zu entwirren, dass man ihm gut folgen kann. Der letztgenannte Punkt wiederum ist vor allem im Umgang-mit-Origin-Storys-vor-dem-man-den-Hut-ziehen-muss-Kontext von Bedeutung.

Der mehrfache Eisner-Award-Gewinner hat seine Rückschauen nämlich so gestaltet, dass sie als eigenständige Geschichten funktionieren, gleichzeitig allerdings das große Ganze spürbar vorantreiben. Man versteht, warum welche Episode aus Dianas oder dem Leben eines anderen Charakters gezeigt wird, hat aber nie das Gefühl, man wüsste automatisch, was als Nächstes passiert. Man bekommt folglich Schlüssiges, jedoch nie Offensichtliches geboten; ein äußerst anspruchsvoller Drahtseilakt, den man in dieser Form erst einmal meistern muss.

Dieser Band stellt eine Art Brücke zwischen dem vorherigen und dem abgeschlossenen Trade Wonder Woman - Das erste Jahr dar, der Greg Ruckas eigene Version von Dianas Vorgeschichte beinhaltet, was stark dafür spricht, dass er sich offenbar sehr bewusst dazu entschieden hat, in seinen Rückblicken die Amazonenprinzessin zwar als eine Art verbindendes Element beizubehalten, sich gleichzeitig allerdings primär um andere zentrale Akteure zu kümmern - in erster Line um Dr. Veronica Cale…

Wenn der Anta- zum Protagonisten wird

Wer erklären will, warum ein Superhelden-Abenteuer nicht zu 100% begeistern konnte, brauchte zuletzt oft nicht lange, um einen mutmaßlichen Grund zu nennen: Der Antagonist wusste nicht zu überzeugen.

Solche Aussagen waren im Zusammenhang mit Film-, jedoch ebenfalls mit Comic-Besprechungen immer wieder zu hören und unterstreichen, wie wichtig die Gegenspieler des Helden für einen Großteil der Fans sind.

Wenn man sich - diesen Fakt im Hinterkopf habend  - noch einmal all das vor Augen führt, was Rucka in seiner - man möchte fast sagen - Diana-Saga macht, erscheint einem sein Vorgehen nur noch bemerkenswerter. Dass ein Autor einen derart ikonischen Charakter wie die Amazonenprinzessin zugunsten seiner Feinde immer wieder bewusst aus dem Spiel nimmt oder zumindest lediglich situativ zweckgebunden einsetzt, ist sehr selten, weshalb es umso positiver auffällt.

Im Grunde werden alle zentralen Momente aus dem Leben der Dr. Veronica Cale nicht einfach bloß nacheinander abgehakt, sondern in Beziehung zueinander gesetzt. Wonder Woman selbst war schon vor ihrem großen Kinodurchbruch den meisten Menschen in den USA ein Begriff, ihre Gegner aber vornehmlich nur den treuen Anhängern. Und die Chefin von Empire Industries käme auch bei besagten weit hinter Hades, Cheetah oder Kirke.

Wonder Woman Lügen & Wahrheit Rebirth

Der Mann, der ebenfalls für (Noch-)Geheimtipps wie Lazarus, Black Magick oder The Old Guard verantwortlich zeichnet, erkannte allerdings das in der Milliardärin, die ungefähr in einer Liga mit Lex Luthor und Bruce Wayne spielt, schlummernde Potenzial. Er erkannte, dass sie alles mitbringt, um Schlüsselfigur seines Runs zu werden. Und man muss rückblickend sagen, dass das nicht nur eine gute, sondern eine hervorragende Idee von ihm war.

Indem Rucka dem Leser Cales Motivation für ihr Handeln schildert, macht er sie diesem Schritt für Schritt sympathischer. Die vermeintlich eiskalte Geschäftsfrau wirkt ab einem Punkt X eher wie eine bemitleidenswerte Person, der übel vom Schicksal mitgespielt wurde. Eine, die sich jedoch als Reaktion darauf nicht verkriecht. Nein, eine, die sich mit allen Mitteln wehrt, was dazu führt, dass mehr und mehr Gegner Wonder Womans erwähnt werden oder sich die Ehre geben. Auf diese Weise gewinnt Frau Dr. in einer ungeheuren Geschwindigkeit an Profil und erreicht damit mehr als manche intergalaktische Bedrohung, mit der es sonst die gesamte Justice League aufnehmen muss.

Nightwing 2: Blüdhaven

Inhalt

Das Geheimnis um Raptor wird endlich gelüftet. Nightwing und sein neuer Mentor, der Bruce Wayne entführt hat, treffen noch ein letztes Mal aufeinander.

Zudem zieht es Dick Grayson nach Blüdhaven. Er hofft, dort nach den aufwühlenden Vorkommnissen der letzten Zeit wieder etwas mehr zu sich zu finden, und zwar ohne Maske. Allerdings muss er sehr schnell feststellen, dass er in seiner neuen Heimat wohl doch nicht allzu schnell auf sein schwarz-blaues Outfit wird verzichten können.

Nightwing, oh Nightwing!

Man muss überhaupt keine Quervergleiche zu den Abenteuern anderer Helden anstellen, aber wenn man Band 1 mit Besser als Batman untertitelt (im Original: Better than Batman), dann darf man als Rezipient auch eine gewisse Erwartungshaltung an den Folgeband haben. Wird man dieser dann jedoch in mehrerlei Hinsicht nicht gerecht, sorgt das fast zwangsläufig bei vielen dafür, dass sie eine an sich recht gefällige Story als Enttäuschung empfinden. Einzig die Bilder, die erneut unter anderem auf Javier "Javi" Fernandez zurückgehen, bilden da eine Ausnahme.

Dass es etwas unglücklich wirkt, dass Nightwing 2: Blüdhaven zunächst den Arc rund um Raptor zu Ende bringen muss, kann man an dieser Stelle erwähnen, ist allerdings zu vernachlässigen, da wir es bei Sammelbänden schließlich immer mit zusammengefassten Einzelfheftausgaben zu tun haben. Auf diese Weise fällt der inhaltliche Kontrast zur nachfolgenden Geschichte jedoch zweifelsfrei noch mehr ins Gewicht.

Nightwing Rebirth 2

Diese setzt nämlich an einem Punkt ein, wo sehr viel ungewiss und in der Schwebe ist. Außerdem hat man erfahren, dass neben dem Rat der Eulen noch eine weitere Geheimorganisation bei Nightwings letzter Mission im großen Stile mitgemischt hat. Diese offenen Fragen hätte man noch nicht direkt beantworten, es hätte dafür aber wenigstens etwas kommen müssen, dass die aufgebaute Spannung zumindest hält - immer mit der Prämisse im Hinterkopf, dass der Plan war, besser als Batman sein zu wollen. Denn selbst ein kurzer Blick auf Tom Kings aktuelle oder Scott Snyders vergangene Batman-Serie genügt, um zu realisieren, dass beide die Grundspannung eigentlich nie haben abflachen lassen.

Blüdhaven macht genau das allerdings beinahe mustergültig. Dick Grayson, der zwar viel außerhalb Gothams im Einsatz war, jedoch stets dorthin zurückgekehrt ist, zieht es nun in eine nur unweit entfernte Stadt, um wieder zu sich selbst zu finden, und das am besten ohne nächtliche Einsätze. Dass das nicht so wirklich funktioniert, liegt auf der Hand. Das Warum beziehungsweise das Wie sind aber wenig überzeugend geraten.

Innerhalb kürzester Zeit setzt sich der ehemalige Robin an die Spitze einer Gruppe ehemaliger Superschurken in Ausbildung, um deren Unschuld zu beweisen. Diese werden nämlich fälschlicherweise beschuldigt, Verbrechen begangen zu haben und rückfällig geworden zu sein, obwohl sie mit ihrer Vergangenheit eigentlich längst endgültig abgeschlossen hatten.

Besagter Fall, der darüber hinaus etwas halbherzig um eine Romanze angereichert wird, ist schlicht viel zu unspektakulär. Man lässt sich viel zu wenig Zeit, um die neuen - zum Teil durchaus sympathischen - Charaktere zu etablieren, lässt Dick viel zu schnell zum “Posterhero von Blüdhaven“ werden und beendet die Angelegenheit zudem derart abrupt, dass es fast an eine Filler-Folge erinnert. Die angesprochenen Anknüpfungspunkte existieren allerdings immer noch. Und zudem waren davor umgesetzte Ideen so gut, dass man ihm ohne Weiteres zutrauen sollte, mit Nightwing 3 vielleicht nicht unbedingt etwas abzuliefern, dass das Prädikat Besser als Batman verdient, jedoch etwas, das wesentlich runder als dieses Trade daherkommt.

Nightwing Rebirth 2

Fazit

Wonder Woman 2: Zwischen Lüge und Wahrheit macht beinahe alles anders als Die Lügen, aber trotzdem im Grunde genommen alles richtig. Greg Ruckas Rebirth-Erzählungen gehören nicht nur zum Besten, was die Wiedergeburt des neuen DC-Universums hervorgebracht hat, sondern müssen auch den Vergleich mit dem, was Verlags- und Genre-übergreifend an Qualitätstiteln aktuell publiziert wird, nicht scheuen.

Das Fehlen von Liam Sharps fantastischen Zeichnungen merkt man aber zugegebenermaßen schon, obwohl sich sogar mehrere seiner Kollegen (unter anderem die junge Bliquis Evely) kreativ austoben durften.

Nightwing 2: Blüdhaven löst nicht das Versprechen ein, das der Vorgängerband zumindest in den Raum gestellt hat und liefert primär lediglich nette Unterhaltung für zwischendurch.  Dies ändert aber nichts an der Tatsache, dass Autor Tim Seeley zuzutrauen ist, noch große Nightwing-Geschichten zu erzählen - das letzte Panel unterstützt in jedem Fall diese Annahme.

zusätzlicher Bildnachweis: 
© Panini Comics/ DC Comics

Die Erfolgsgeschichte geht weiter: Harley Quinn erhält eigene Animationsserie

Spätestens seit sie dem sehr kontrovers diskutierten Suicide Squad ihren Stempel aufdrücken durfte, spielt Dr. Harleen Quinzel alias Harley Quinn endgültig im Konzert der populärsten Comic-Charaktere mit. Dass man dem berühmtesten Harlekin der Popkultur nun sogar eine eigene Zeichentrickserie für ein erwachsenes oder zumindest etwas älteres Publikum spendiert, dürfte ihren Bekanntheitsgrad noch weiter steigern.

Als ausführende Produzenten und Drehbuchautoren der Serie werden Justin Halpern, Patrick Schumacker und Dean Lorey fungieren, die zuletzt für das nicht sonderlich erfolgreiche und mittlerweile auch längst beendete Powerless verantwortlich zeichneten.

Harley Quinn kehrt damit quasi zu ihren Wurzeln zurück. Gehört sie doch zu den DC-Charakteren, die zunächst ausschließlich für Batman: The Animated Series (BTAS) entworfen worden sind - die "Clown Princess of Crime“ sogar ursprünglich nur für eine Episode. Die auf die Cartoon-Größen Paul Dini und Bruce Timm zurückgehende Figur, zu der Dini von der Komödiantin Arleen Sorkin inspiriert wurde, entwickelte sich allerdings sehr schnell zu einem absoluten Fan-Liebling. Der Anfang einer Erfolgsgeschichte, die noch lange anhalten könnte.

Während sie in BTAS zunächst von Sorkin selbst und später unter anderem auch von US-Synchron-Veteranin Tara Strong vertont wurde, soll Warner Bros. angeblich diesmal großes Interesse daran haben, dass Suicide-Squad-Darstellerin Margot Robbie Harley höchstpersönlich ihre Stimme leiht.

Es wird zudem darüber spekuliert, dass sich die erste, aus 26 Episoden bestehende Staffel inhaltlich an den The-New-52- beziehungsweise Rebirth-Runs von Amanda Conner, Jimmy Palmiotti und Chad Hardin orientieren könnte. Auftritte von Poison Ivy und weiteren Schurken (wie eventuell dem Joker) sowie Helden aus dem Bat-Kosmos wurden schon bestätigt.

Zu sehen sein wird die Serie exklusiv auf der neuen DC-Streaming-Plattform von Warner Bros., zu deren Programm ebenfalls die von vielen Anhängern lange erwartete dritte Young-Justice-Staffel sowie eine Titans-Realserie gehören wird. Auf welchem Sender/Streaming-Portal sie hierzulande ausgestrahlt werden wird, ist bislang ebenso wenig bekannt wie der Starttermin

DC-Comic-Kritik: Justice League 1: Die Auslöschungs-Maschine (Rebirth)

2017 ist das Jahr, in dem die seit Jahrzehnten in Comics oder Zeichentrickserien/-filmen für das Gute kämpfende Liga der Gerechten endgültig im Mainstream ankommen dürfte. Dies liegt in erster Linie an dem fünften DCEU-Projekt mit dem naheliegenden Titel Justice League.

Bezieht man sich nur auf die in diesem Blockbuster mitwirkenden Weltenretter, die seit Langem bekannt sind und in sämtlichen Trailern ebenfalls auftauchen, überrascht in Bezug auf die Team-Zusammenstellung vor allem eine Personalie: Cyborg. Dieser ist nämlich kein klassisches Mitglied der JL wie Batman, Wonder Woman, Aquaman oder Flash. Victor Stone, wie der Neuling mit bürgerlichem Namen heißt, wurde vielmehr erst 2012 im Rahmen des The-New-52-DC-Neustarts “befördert“ und ist daher logischerweise im Vergleich zu seinen legendären Mitstreitern weit weniger populär.

Seit dieser Zeit ist er aber fester Bestandteil dieser außergewöhnlichen Superhelden-Vereinigung - auch nach der Wiedergeburt des DC-Universums. Dies bedeutet, in Justice League 1: Die Auslöschungs-Maschine erlebt der Leser in den Panels eine Power-Truppe, die beinahe mit der aus dem Leinwandableger übereinstimmt. Und nicht nur deshalb wird es höchste Zeit, sich einmal mit deren Rebirth-Auftakt-Abenteuer zu beschäftigen.

Inhalt

Der Liga bleibt keine Zeit zum Durchatmen. Hat man gerade die eine Bedrohung abgewendet, stehen schon die nächsten beiden vor der Tür: die sogenannten “Vorläufer“ und das “Tilgen“. Was diese vorhaben, woher sie kommen und worum es sich bei ihnen genau handelt, ist nicht ohne Weiteres festzustellen, allerdings scheinen beide etwas miteinander zu tun zu haben.

Eines ist jedoch klar: Um diese unglaublich mächtigen Wesen besiegen oder zumindest von dem Planeten vertreiben zu können, bedarf es wieder eines Mannes aus Stahl.

Starke Solisten,…

Das ganz große Plus dieses Auftaktbandes sind eindeutig die Momente, in denen nur einer oder wenige der Protagonisten im Fokus stehen. Top-Autor Bryan Hitch versteht es sehr gut, die einzelnen Figuren - insbesondere den neuen Superman - so zu positionieren, dass ihr Handeln und ihre Worte Rückschlüsse auf ihren Charakter zulassen. Für Neueinsteiger ist das optimal.

So wirkt die Handlung auch nie zu hektisch - selbst dann nicht, als sich die beiden Lanterns-Neuzugänge Jessica Cruz und Simon Baz den bereits genannten Akteuren anschließen. Keiner verkommt hier zu einem bloßen Stichwortgeber, und bei niemandem hat man das Gefühl, dass sie oder er verzichtbar gewesen wäre.

Großgruppen-Szenen sind die Ausnahme und keinesfalls die Regel. Man spart sich diese tatsächlich für ausgewählte Momente auf und nutzt sie nicht nur für ein Action-Feuerwerk, sondern auch und gerade, um zu zeigen, wie die Helden miteinander umgehen. Dieser Umstand trägt ebenfalls dazu bei, dass man zumindest zu ausgewählten Mitgliedern der Gerechtigkeitsliga eine Verbindung aufbauen kann, die zur Folge hat, dass man mehr über sie erfahren möchte. Somit funktioniert dieser Paperback auch gut als Werbung für die einzelnen neu gestarteten Heftserien - in Deutschland haben bisher lediglich die Cyborg-Sympathisanten keine Alternative zu der Justice-League-Reihe.

…, aber klassische Team-Book-Schwierigkeiten

Dennoch werden sicher nicht wenige zu dem Schluss kommen, dass dieser Titel ebenfalls nicht frei von einigen der gängigsten Team-Book-Probleme ist. So vertragen sich in einem solchen Werk beispielsweise selten die Elemente große Gruppe und große, also gute Geschichte.

In diesem Sammelband, der das Rebirth-Special sowie die Einzelheftausgaben 1-5 enthält, stehen Batman, Wonder Woman & Co. zu keinem Zeitpunkt einem ihrer ikonischen Widersacher gegenüber, sondern stattdessen lediglich drei im Prinzip nicht so recht greifbaren Bedrohungen. Zwei davon agieren quasi wie ein großer Schwarm (die “Ernter“ und das “Tilgen“), und bei der dritten handelt es sich um eine mysteriöse Macht, der es gelingt in die Köpfe unzähliger Menschen einzudringen, um sie anschließend zu manipulieren.

Ob und wie die prominentesten DC-Köpfe im Fall der Fälle auch diesmal letztendlich die Oberhand behalten und die sonderbaren Angreifer besiegen konnten, wird an dieser Stelle nicht verraten. Dies hat einerseits natürlich mit zu starken Spoilern, andererseits allerdings ebenfalls schlicht mit der Tatsache zu tun, dass der Leser bei Weitem nicht alle Informationen erhält, die er eigentlich benötigen würde, um alles zu verstehen, was den Rezipienten auf diesen 148 Seiten präsentiert wird.

Letzteres muss nicht zwangsläufig etwas Schlechtes sein. Mit ein wenig Fantasie ist es zweifellos möglich, sich ein Szenario auszumalen, in dem die sonderbaren Angriffe auf die Erde miteinander zusammenhängen. Wäre dem am Ende wirklich so, würde der Inhalt dieses Paperbacks ohne jede Frage rückwirkend aufgewertet. Bewertet man jedoch nur das Dargebotene an sich, kann man schon relativ leicht den Eindruck bekommen, als würde schlicht Gefecht auf Gefecht folgen respektive parallel ablaufen und als fehle ein roter Faden.

Dass die, die es zu schlagen gilt, so farblos daherkommen, ist nicht verwunderlich. Ohne die Leser auf ihr Auftauchen vorzubereiten oder ihnen zumindest im Laufe der Handlung etwas mehr über die Motive der etwas anderen Antagonisten zu verraten, wird es neuen und alten Fans gleichermaßen erschwert, ernsthaft Interesse für sie zu entwickeln. Fairerweise muss man diesem Kontext aber auch erwähnen, wie wahnsinnig schwer es ist, in einer Justice-League-Story Gegenspieler optimal in Szene zu setzen.

Erstens kann man nicht jedes Mal auf Darkseid, den mächtigsten DC-Schurken überhaupt, zurückgreifen, zweitens muss man darauf achten, dass das Kräftegleichgewicht zwischen Superhelden und Bösewichten passt und drittens muss man die Solo-Serien der Verlags-Aushängeschilder im Hinterkopf haben, um keine Kontinuitätsfehler herbeizuführen. Deswegen sind Comics, die mehrere Hauptfiguren haben, die mit Abstrichen möglichst alle im Zentrum des Geschehens stehen sollen, auch mit die größte Herausforderung für Autoren.

Fazit

Bryan Hitchs Justice League 1: Die Auslöschungs-Maschine ist sehr kurzweilig geraten und macht insbesondere in der Figurenzeichnung eine Menge richtig. Darüber hinaus sorgt Ausnahmekünstler Tony S. Daniel mitunter für die schönsten Zeichnungen der Rebirth-Start-Phase.

All das kann allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass es der Geschichte an echten Highlights mangelt, die Gegner nur bedingt funktionieren und das eine oder andere erklärende Wort mehr der Gesamtstruktur der Geschichte gutgetan hätte.

DC-Comics-Premiere: Königin der Meere erstmals solo unterwegs

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DC Logo

Nach Jahrzehnten an der Seite Aquamans sah man bei DC Comics offenbar die Zeit gekommen, um Arthur Currys großer Liebe Mera, die in Justice League im Übrigen von Amber Heard verkörpert wird, (zumindest temporär) einen Platz in der ersten Reihe zuzugestehen. Man hat sich nämlich dazu entschlossen, der Atlanterin ihre erste Solo-Serie zu spendieren, für die Dan Abnett verantwortlich zeichnen wird: Mera: Queen of Atlantis.

Eigentlich könnte man meinen, der Brite hätte aktuell genug zu tun. Mit Titans Hunt ebnete der Autor vor einiger Zeit bereits den Weg für die Wiedergeburt des neuen DC-Universums. Die Aquaman-Heftserie durfte er schon kurz vor Beginn der neuen Ära übernehmen und um die Titans kümmert er sich ganz offiziell, seit der erste Comic des Verlags mit Rebirth übertitelt worden ist. Nun also noch eine weitere sechsteilige Mini-Serie?

Betrachtet man beispielsweise, an wie vielen Titeln sein künftiger Kollege Brian Michael Bendis zumeist zeitgleich arbeitet, relativiert sich das jedoch recht schnell. Für die Gestaltung der Panels wird Lan Medina (Aquaman and the Others) zuständig sein und für die der Cover Zeichnerin Nicola Scott (Wonder Woman: Year One).

Inhaltlich wird - wie auch in Aquaman - der in Atlantis tobende Bürgerkrieg weiterhin das bestimmende Thema sein - unter anderem wird sogar Arthur Currys Bruder Orm, der berühmt-berüchtigte Ocean Master sein Comeback feiern, was bekanntermaßen nie etwas Gutes für das Mitglied der Justice League bedeuten kann.

Die erste Ausgabe erscheint in den USA voraussichtlich am 28. Februar 2018.

Kevin Feige über die Rivalität der Fans von Marvel & DC

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Marvel-Logo

Crave hat mit Kevin Feige, Chef der Marvel-Studios, ausgiebig über Thor: Tag der Entscheidung gesprochen. Wer sich das komplette Interview durchlesen möchte, sollte den Film gesehen haben, da es Spoiler auf die Handlung beinhaltet.

Im Laufe des Gespräch befragte man Feige aber auch über die Zwistigkeiten und Rivalität der Fans von Marvel und DC, die auf den verschiedenen Social-Media-Plattformen ausgetragen werden. Feige kann diese nicht so recht nachvollziehen, wie er erzählt:

"Ich halte das für lächerlich. Meiner Meinung nach sind Filme etwas Tolles. Die Leute sollten rausgehen und tolle Filme unterstützen. Ich unterstütze Filme und fand Wonder Woman großartig. Ich kann's nicht erwarten herauszufinden, was Geoff Johns und Joss [Whedon] und der Rest der Bande aus Justice League gemacht haben. Ich vermute, dass Menschen Rivalität mögen, oder? Ich weiß nicht. Aber ich treffe mich in einigen Wochen mit Geoff Johns zum Abendessen. Wir waren zusammen auf diesem Dick-Donner-Event. Dicks Superman ist immer noch der beste Archetyp eines Superhelden-Films. Also ja, schaut euch coole Filme an. Worüber streitet ihr überhaupt?"

Aktuell läuft Thor: Tag der Entscheidung in den Kinos, in der kommenden Woche startet Justice League am 16. November in den deutschen Kinos.

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